dieses eine licht am ende des tunnels wird in der vorweihnachtszeit immer heller. erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier kerzlein werden entzündet und zeigen einem den weg zum fest der liebe. ich spreche jetzte nicht vom valtentinstag, sondern tatsächlich von weihnachten. dem fest der geschenke. klischeehalber muss jetzt gesagt werden: es gibt kein größeres geschenk, als die liebe! vielleicht liegt es daran, dass ich gerade meine x-mas playliste rauf und runter höre, aber dieser gedanke hat mich gerade angesteckt. ich bin vollgepfropft mit liebe, so hat es zumindest der pfarrer einer recht kleinen gemeinde ausgedrückt. ja! vollgepfropft mit liebe. ich könnte die welt umarmen. ich bin so zuversichtlich. dieser moment könnte nicht schöner sein. ich bin von glücksgefühlen überwältigt worden, weil ich weiß, dass es sie gibt. die liebe. die liebe zu anderen menschen. dass ich dieser liebe fähig bin und auch gelernt habe sie nicht nur zu geben, sondern auch anzunehmen.
christina aguilera singt gerade "have yourself a merry little christmas". Frei interpretiert in diesem zusammenhang geht es um einen selbst. sich selbst ruhe gönnen. sich selbst ein geschenk zu machen. sich hin und wieder einmal zu belohnen. sich selbst zeit zu geben. auf sich selbst zu hören und in dieser besinnlichen zeit vielleicht etwas kürzer zu treten. sich zuzugestehen, schwach sein zu dürfen. sich fallen lassen. und genau an diesem punkt setzt die liebe ein. denn es wird jemand da sein, der einen auffängt. man muss nur darauf vertrauen. oft kommt die liebe in schwierigen zeiten von personen, von denen man es niemals erwartet hätte. man hätte es diesen personen nicht zugetraut. man wollte nicht einmal hoffen, und schon gar nicht erwarten. man war sich nicht sicher, ob sie dieses geschenk auch zurückgeben würden. aber sie tun es. tag für tag bekommt man liebe geschenkt und ist nur oft zu stolz oder zu verunsichtert sie anzunehmen. man traut sich nicht. man spinnt sich geschichten zusammen, um nicht glauben zu müssen, dass man es wert ist geliebt zu werden. und das tag für tag. aber jeder von uns ist es. jeder ist es wert geliebt zu werden. und jeder von uns wird geliebt. manchmal sieht man es nicht. manchmal will man es nicht sehen. manchmal sucht man sogar nach der enttäuschung nicht geliebt zu werden. aber manchmal lässt man es auch zu. manchmal kann man die augen gar nicht mehr davor verschließen. (jetzt läuft gerade: wonderful dream) manchmal ist die liebe der welt einfach überwältigend. es haut einen um. man hat schon gar nicht mehr damit gerechnet. aber sie war immer da. aber wenn man die augen zu macht, kann man sie natürlich nicht sehen. man entscheidet sich zu oft gegen die liebe. aus angst. aber jetzt ist die zeit. ein kerzlein brennt. es gibt ein licht. ein licht am ende des tunnels. es wird sogar noch mehr. noch heller. wir sollten uns traun. wir haben nichts zu verlieren. das geschenk der liebe kann niemals enttäuschen. es ist das einzige geschenk, das nicht umgetauscht werden kann, aber es auch niemals muss. es passt immer. und es ist immer eine überraschung, weil es viel mehr ist, als man sich überhaupt zu hoffen traut.
tonight there will be love all around.
se
... am anfang war das wort ...
... am anfang war das wort ...
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
Dienstag, 29. November 2011
Sonntag, 27. November 2011
macht, emanzipation, glücklich?
gute frage. bessere frage: was ist emanzipation genau bzw. wie weit kann man, oder eben frau, unter diesem "schutzschild" gehen? nur um missverständnisse zu vermeiden: ich bin weder feministin noch frauenhasserin oder gegnerin der weiblichen gleichberechtigung. vielmehr bin ich für sie und würde sogar so weit gehen, sie als wert zu bezeichen, und das ist an und für sich schon des pudels (oder textes) kern: gleichberechtigung. der sinn von gleich-berechtigung erschließt sich wohl von selbst, ihre umsetzung aber scheinbar nicht. im öffentlichen leben gibt es gesetze, ein eigene frauenministerium, anflaufstellen und unterstützungsprogramme spezielle für den weiblichen teil der gesellschaft, im privat leben gibt es nichts dergleichen, was die gleichberechtigung von mann und frau regeln würde. so gibt es das eine extrem der absolut unterdrückten frau. dieses mal möchte ich mich aber mit dem vermutlich genauso häufigen gegenbeispiel, dem unterdrückten mann, auseinandersetzen. viel zu oft habe ich leider genau jene konstellation in mehr oder weniger glücklichen paarbeziehungen beobachten dürfen und mich jedes mal kaum gegen den in mir aufkommenden ekel wehren können.
immer wieder lerne ich wieder neue arten dieser unverhältnismäßigen machtausübung von seiten der frau in einer partnerschaft kennen. reichend vom simplen eifersuchtsgehabe, das bis zur verordneten sozialen isolation des partners führen kann bis zur finanziellen oder auch emotionalen ausbeutung lassen sich die variationen unbegrenzt fortsetzen. ein typisches beispiel ist das meist latente, aber oft auch sehr offensichtliche befehlen, bestellen, erbetteln, bestechen, erpressen..., um das zu bekommen was frau will. handle es sich um ein glas wasser, darum die wäsche aus der reinigung zu holen, die tagesgestaltung oder urlaubsplanung, frau macht was aus ihrer macht. und mann? macht alles... viele männer stehen unter dem allseits bekannten "pantoffel" ihrer liebsten und scheinen diese tatsache mehr oder minder klaglos zu akzeptieren. hin und wieder hört man das unter kollegen aufkommende gemurmel, dass dieser oder jener dies oder das nicht dürfe... eben, ja, weil, man weiß ja, wegen ihr..., ja, hmm, blöd, aber kann man nichts machen.
kann man nicht? natürlich kann mann. niemand, sei es mann oder frau hat es nötig sich als müdiger mensch von einer anderen person bevormunden zu lassen, deren einzige legitimation ihre geschlechtliche zugehörigkeit ist. gerade in einer paarbeziehung gibt es in meinen augen kaum etwas, das eher fehl am platz ist als bevormundung und machtmissbrauch. gerade eine beziehung sollte frei sein von diesen spielchen, dieser manchmal fast bis zur verknechtung gehenden herrschaft des einen über den anderen. es mag sein, dass männer es mittlerweile gewohnt sind dominiert zu werden, nicht nur weil sie spätestens im militärdienst jegliche selbstverantwortung abgeben müssen. doch diese gewöhnung sollte so bald wie möglich durch eine neue sensibilisierung ersetzt werden. unser ziel sollte die gleichberechtigung sein, in jedem bereich. gleichberechtigung bedeutet auch, dass man sich von gewissen kategorien löst, und vor allem auch, dass man nicht unter eben diesem vorwand der gleichberechtigung plötzlich beginnt machtverhältnisse zu installieren, die dort nichts verloren haben. zwischenmenschliche macht ist immer etwas, das von beiden parteien abhängt und nie von einem alleine ausgehen kann (gewalt ausgeschlossen). macht hat in der beziehung nur der, dem sie gegeben wird und so plädiere ich dafür sich damit zu befassen, wieviel macht man selbst besitzt und wieviel man jemandem anderen gibt und geben möchte. es sei jedem freigestellt, die rolle des dieners für jemanden einzunehmen, sofern man sich dafür entscheidet. doch es sollte wirklich eine entscheidung sein und nicht die bloße kapitulation vor der macht der partnerin. es ist nicht notwendig zu kapitulieren vor etwas, das keine existenzberechtigung hat. es ist notwendig sich dagegen zu stellen und das bedeutet sich auf die gleiche stufe zu stellen. partnerschaft sollte eine spielform von teamplaying sein und nicht eine form des kampfsports, bei dem immer einer geschlagen vom platz gehen muss. denn kann es wirklich liebe sein, wenn einen der andere nur solange liebt, solange man seine anweisungen befolgt, ihm gehorcht, sich ihm unterwirft? ich denke nicht. und darum ist es gar nicht nötig so angst zu haben vor der angeblichen macht der angebeteten, denn wenn sie nur die macht glücklich macht, dann macht mann sich nur selbst damit kaputt. und wenn es nicht die macht ist, um die es geht, dann wird man im gespräch auch wege finden ein team zu werden, das aus zwei gleichen besteht und nicht aus zwei herzen, aber nur einem kopf. und dann macht emanzipation glücklich.
einen schönen abend wünscht eure
ag
immer wieder lerne ich wieder neue arten dieser unverhältnismäßigen machtausübung von seiten der frau in einer partnerschaft kennen. reichend vom simplen eifersuchtsgehabe, das bis zur verordneten sozialen isolation des partners führen kann bis zur finanziellen oder auch emotionalen ausbeutung lassen sich die variationen unbegrenzt fortsetzen. ein typisches beispiel ist das meist latente, aber oft auch sehr offensichtliche befehlen, bestellen, erbetteln, bestechen, erpressen..., um das zu bekommen was frau will. handle es sich um ein glas wasser, darum die wäsche aus der reinigung zu holen, die tagesgestaltung oder urlaubsplanung, frau macht was aus ihrer macht. und mann? macht alles... viele männer stehen unter dem allseits bekannten "pantoffel" ihrer liebsten und scheinen diese tatsache mehr oder minder klaglos zu akzeptieren. hin und wieder hört man das unter kollegen aufkommende gemurmel, dass dieser oder jener dies oder das nicht dürfe... eben, ja, weil, man weiß ja, wegen ihr..., ja, hmm, blöd, aber kann man nichts machen.
kann man nicht? natürlich kann mann. niemand, sei es mann oder frau hat es nötig sich als müdiger mensch von einer anderen person bevormunden zu lassen, deren einzige legitimation ihre geschlechtliche zugehörigkeit ist. gerade in einer paarbeziehung gibt es in meinen augen kaum etwas, das eher fehl am platz ist als bevormundung und machtmissbrauch. gerade eine beziehung sollte frei sein von diesen spielchen, dieser manchmal fast bis zur verknechtung gehenden herrschaft des einen über den anderen. es mag sein, dass männer es mittlerweile gewohnt sind dominiert zu werden, nicht nur weil sie spätestens im militärdienst jegliche selbstverantwortung abgeben müssen. doch diese gewöhnung sollte so bald wie möglich durch eine neue sensibilisierung ersetzt werden. unser ziel sollte die gleichberechtigung sein, in jedem bereich. gleichberechtigung bedeutet auch, dass man sich von gewissen kategorien löst, und vor allem auch, dass man nicht unter eben diesem vorwand der gleichberechtigung plötzlich beginnt machtverhältnisse zu installieren, die dort nichts verloren haben. zwischenmenschliche macht ist immer etwas, das von beiden parteien abhängt und nie von einem alleine ausgehen kann (gewalt ausgeschlossen). macht hat in der beziehung nur der, dem sie gegeben wird und so plädiere ich dafür sich damit zu befassen, wieviel macht man selbst besitzt und wieviel man jemandem anderen gibt und geben möchte. es sei jedem freigestellt, die rolle des dieners für jemanden einzunehmen, sofern man sich dafür entscheidet. doch es sollte wirklich eine entscheidung sein und nicht die bloße kapitulation vor der macht der partnerin. es ist nicht notwendig zu kapitulieren vor etwas, das keine existenzberechtigung hat. es ist notwendig sich dagegen zu stellen und das bedeutet sich auf die gleiche stufe zu stellen. partnerschaft sollte eine spielform von teamplaying sein und nicht eine form des kampfsports, bei dem immer einer geschlagen vom platz gehen muss. denn kann es wirklich liebe sein, wenn einen der andere nur solange liebt, solange man seine anweisungen befolgt, ihm gehorcht, sich ihm unterwirft? ich denke nicht. und darum ist es gar nicht nötig so angst zu haben vor der angeblichen macht der angebeteten, denn wenn sie nur die macht glücklich macht, dann macht mann sich nur selbst damit kaputt. und wenn es nicht die macht ist, um die es geht, dann wird man im gespräch auch wege finden ein team zu werden, das aus zwei gleichen besteht und nicht aus zwei herzen, aber nur einem kopf. und dann macht emanzipation glücklich.
einen schönen abend wünscht eure
ag
Sonntag, 13. November 2011
auszüge aus dem leben der anderen frau
die andere frau. sie ist böse. sie ist gemein. sie macht es mit absicht. sie zerstört alles. sie nimmt einem den partner weg. sie drängt sich auf. sie will einem weh tun. sie weiß, was sie damit anrichtet. und sie genießt es. sie nutzt ihn für sich aus. sie nimmt sich was sie will. sie kann das. sie darf das. sie muss nicht auf gefühle rücksicht nehmen. sie hat keine.
vielleicht weiß sie es doch nicht. vielleicht wird gerade sie in di irre geführt. vielleicht wird sie ausgenutzt. vielleicht hat sie auch gefühle, die dabei verletzt werden.
was bedeutet es die andere frau zu sein. welchen stellenwert hat sie? einen hohen. sie hat viel macht. sie weiß das auch. sie tut es, weil sie kann. er interessiert sich für sie, obwohl er eine "intakte" beziehung führt. er hebt sie auf ein podest, indem sie für ihn so besonders ist, dass er gewisse vorsätze über bord wirft. er kann ihr nicht wiederstehen. sie wird begehrt. sie wird geachtet. sie bringt neues. sie sollte sich geehrt fühlen. sie weckt in ihm ein verlangen, das er in seiner beziehung vermisst. sie kann ihm etwas neues geben. doch sie hat ihn nicht. nicht vollkommen. sie ist nur ein teil des ganzen. eines ganzen, das sie gar nicht überblicken kann. sie ist nur die andere frau. sie hat keine gefühle zu haben. zu nichts. sie hat dazusein. sie muss? sie kann? sie darf? wie viel ist er ihr wert? sie kann so weit gehen, wie sie will. sie entscheidet. sie beendet. sie lässt es passieren. er muss warten. er steht nicht an erster stelle. genauso wenig wie sie. es ist eine beziehung an zweiter stelle. sie ist untergeordnet. wenn es passt, dann passiert es. ansonsten nicht. es musst nicht. es kann. es darf.
teilweise undenkbar.
die andere se
vielleicht weiß sie es doch nicht. vielleicht wird gerade sie in di irre geführt. vielleicht wird sie ausgenutzt. vielleicht hat sie auch gefühle, die dabei verletzt werden.
was bedeutet es die andere frau zu sein. welchen stellenwert hat sie? einen hohen. sie hat viel macht. sie weiß das auch. sie tut es, weil sie kann. er interessiert sich für sie, obwohl er eine "intakte" beziehung führt. er hebt sie auf ein podest, indem sie für ihn so besonders ist, dass er gewisse vorsätze über bord wirft. er kann ihr nicht wiederstehen. sie wird begehrt. sie wird geachtet. sie bringt neues. sie sollte sich geehrt fühlen. sie weckt in ihm ein verlangen, das er in seiner beziehung vermisst. sie kann ihm etwas neues geben. doch sie hat ihn nicht. nicht vollkommen. sie ist nur ein teil des ganzen. eines ganzen, das sie gar nicht überblicken kann. sie ist nur die andere frau. sie hat keine gefühle zu haben. zu nichts. sie hat dazusein. sie muss? sie kann? sie darf? wie viel ist er ihr wert? sie kann so weit gehen, wie sie will. sie entscheidet. sie beendet. sie lässt es passieren. er muss warten. er steht nicht an erster stelle. genauso wenig wie sie. es ist eine beziehung an zweiter stelle. sie ist untergeordnet. wenn es passt, dann passiert es. ansonsten nicht. es musst nicht. es kann. es darf.
teilweise undenkbar.
die andere se
Samstag, 12. November 2011
und wer bist du?
ein konzept: so zu sein wie man ist oder es dort zu werden, wo man es noch nicht ist. und wer ist das, dieses du? heute morgen hatte ich noch eine idee davon, stunden später glaube ich, es kann gar keine antwort geben auf diese frage. 3,2,1.... 1000 neue informationen, die 1000 mal mehr bisher unbekannte blickwinkel zulassen. 1000 infos zu viel und vielleicht eine zu wenig und schon ist die frage nach dem, wer denn eigentlich dieses "ich" ist, fraglich, wenn auch nicht beantwortlich. und irgendwann setzt man sich hin, stunden, tage, wochen und beginnt zu forschen, zu fragen und langsam auch zu antworten. dieses ich, das voll und ganz das ist, was menschen gemeinhin "authentisch" nennen, ist nicht verschwunden, erwürgt oder verjagt worden, es kann noch sein. und es wird nach und nach immer klarer, dass es auch sein wird, wenn man denn nur will. authentizität ist nicht nur das verhalten des moments, sondern auch das verhalten der vergangenheit. authentizität ist der mix aus damals, jetzt und morgen. und authentizität verzeiht. sie vergibt fehler, übersteht krisen und legt sich nicht mit dem an, was ohnehin schon ist. das schöne an der authentizität ist, dass sie sich auch im nachhinein noch konstruieren lässt, weil sie kein produkt des augenblicks ist. sie lässt auch zu, dass man manches bedauert, vielleicht sogar bereut, manches verabscheut und anderes liebt, weil authentizität nicht nach konstanz verlangt. sie fragt nur nach dem roten faden, fragt nur danach, ob das was ist zu einem gehört, auch wenn es einem nicht gelingen mag, dieses seiende schön, gut oder wünschenswert zu finden. authentizität erlaubt es, dass man sich gegen dinge stellt, die passiert sind. aber auch, dass man sich für dinge einsetzt, die passieren sollen. letztenendes ist authentizität die fähigkeit, das was war, ist und wird einzuordnen in die eigene welt, zu sehen, dass es zu einem gehört, einen ausmacht, ganz egal wie man die einzelnen punkte bewerten mag. authentizität ist deshalb manchmal genauso eine nachträgliche ordnungsaufgabe wie ein verfolgtes ziel des moments. authentisch zu sein, heißt das drumherum in sich selbst integriert zu haben. es heißt eine ordnung in seiner welt zu haben, die auch das chaos sein kann, die aber letztenendes immer darauf verweist, dass unserer inneres mit dem was draußen ist, verbunden ist. und vielleicht auch, dass man sich selbst versteht als ein stückchen faden im netz der welt.
liebe grüße
die ich-ag
liebe grüße
die ich-ag
Montag, 7. November 2011
beuteschema
im anschluss an den blogeintrag "marktwert" möchte ich mich mit beuteschemen auseinandersetzen. obwohl es sich viele von uns zum ziel gemacht haben offen in neue soziale interaktionen zu gehen, ohne vorher zu urteilen oder zu kategorisieren, gibt es sie doch. ganz tief in uns drinnen, hat wahrscheinlich jeder ein gewisses beuteschema. gerne würden wir diesem entkommen, da sie nicht immer zu unserem vorteil sind und uns an "falsche" personen geraten lassen, bzw. unsere intuition ausspielen.
um das ganze zu verdeutlichen möchte ich ein persönliches beispiel bringen, welches mich auch auf die idee gebracht hat einen blogeintrag zu diesem thema zu verfassen. ich versuche offen zu sein, wenn ich menschen kennenlerne und möchte dem schubladendenken entfliehen. egal ob auf partnersuche oder nicht, bin ich trotzdem seit geraumer zeit immer wieder in die selbe falle getappt. eine die ich scheinbar unbewusst in den letzten jahren selbst aufgebaut habe. bei männern, die sich schwarz kleiden, werde ich schwach. das bezieht sich vor allem auf schwarze hemden, funktioniert aber auch bei normalen t-shirts und hosen. oft reicht schon eine schwarze mütze. das ist natürlich unwahrscheinlich kontraproduktiv. eine auswahl nach diesem kriterium lässt mich viele personen übersehen, und immer wieder auf die selben hereinfallen.
solche mechanismen werden oft gar nicht als solche wahrgenommen und viel zu oft lassen wir uns von solchen dingen leiten, ohne zu reflektieren, dass der durchaus attraktive mann im schwarzen hemd nicht zwangsläufig dadurch besser in unser soziales umfeld passt als jener, der danebensteht und heute ein gelbes t-shirt trägt. es muss nicht von der kleidung abhängig sein, sondern kann sich auf menschen mit dunklen haaren, grünen augen oder sonstige merkmalen beziehen. man kann natürlich argumentieren, dass äußerlichkeiten sehr wohl innere werte und charakterzüge reflektieren und deshalb schon zu "auswahl"zwecken geeignet sind, doch gerade eine menschenfreundliche, unvoreingenommene haltung kann durch solche scheinbar unwichtigen vorlieben zu einem sehr eingeschränkten horizont führen. deshalb ist es wichtig, dass man sich genau diese schwächen vor augen führt um sich zu desensibilisieren und hinter diese beuteschemen zu sehen. auch ich muss lernen an schwarzen hemden vorbeizuschauen bzw. durch sie durch zu schauen. viel zu oft gaukelt man sich nämlich vor unvoreingenommen zu sein, da man verschiedene charakterschwächen toleriert und einstellungen, die man nicht teilt, nicht verurteilt. dass man nicht auf äußerlichkeiten achtet ist sowieso von vornherein klar. auf die inneren werte kommt es an. so lautet zumindest der vorsatz. und trotzdem passiert es so leicht, dass man sich durch kleinigkeiten von ganzen personen ablenken lässt.
yours "black is beautiful"-se
Sonntag, 30. Oktober 2011
marktwert
immer und überall hört man heute phrasen über den sogenannten "marktwert". der marktwert einer aktie steigt oder fällt, bleibt konstant, rasselt in den keller, bricht ein. ein neues gerät hat einen gewissen marktwert, etwas kann unter seinem wert, nie aber unter seinem marktwert verkauft werden. marktwert, ist der wert, der in der transaktion aktuell für etwas bezahlt wird. perfiderweise haben mittlerweile auch personen einen marktwert. manchmal in hinblick auf ihre leistungsfähigkeit in bestimmten berufen und damit ihre finanzielle relevanz für beispielsweise ein unternehmen. manchmal spricht man aber auch von einem marktwert einer person in bezug auf ihre sozialen beziehungen und damit ihren sozialen wert. ganz unabhängig davon, ob eine person überhaupt den wunsch hat, sich auf diesem "personenmarkt" zu befinden, sich dort anzupreisen oder gar die intention hat sich auf diesem "zu verkaufen", wird sie einfach auf diesen markt geworfen, um im wirtschaftsjargon zu bleiben. und auch wenn man überall vom sogenannten "marktwert" hört und liest, und einem auch der begriff marktwert in bezug auf den personenbezogenen marktwert nicht ganz fremd ist, so ist es doch überraschend erschreckend wie sehr dieser gedanke anscheinend nicht nur in worten, sondern auch in gedanken in den menschen verankert ist.
ganzganz offensichtlich wird diese normalerweise eher latente bewertung dann, wenn eine person eine "wertsteigerung oder wertminderung" erfährt. ganz konkret wird ein solcher wertwandel durch den beziehungsstatus einer person gesteuert. so ist scheinbar die allgemeine annahme (und vielleicht auch das allgemeine gefühl) vorhanden, dass jemand, der nicht in einer parnterbeziehung ist, auf diesem personenmarkt deutlich mehr wert ist als jemand, der vergeben ist. wechselt nun jemand von einem "zustand" in den anderen, so wirkt sich diese veränderung unter garantie auf sein/ihr sozialleben aus. man könnte es damit fast als sozialexperiment bezeichnen eine beziehung einzugehen oder zu beenden. besonders radikal und rasant wirkt sich das attribut "single" auf den persönlichen marktwert aus. von einem tag auf den nächsten nehmen leute wieder den kontakt zu einem auf, die man vorher monatelang weder gehört noch gesehen hat und von denen noch einige wochen vorher unter umständen sogar kontaktaufnahmen und einladungen ignoriert oder abgewiesen wurden. personen, die sich scheinbar nicht an einem interessieren, weil sie jeglichen kontakt und oft sogar größtenteils jegliche kommunikation gemieden haben, solange der beziehungsstatus nicht "single" war, entwickeln plötzlich wieder das bedürfnis ein teil deines lebens zu sein. auf einmal ist der "ex-single" wieder liebenswert, interessant, wertvoll, bewunderswert usw... ohne sich in seiner persönlichkeit in irgendeine richtung verändert zu haben, wird der neo-single wieder wahrgenommen und wertgeschätzt - vermeintlich.
denn was hier eigentlich passiert ist vollkommen losgelöst von der person. das einzige was hier bewertet oder wertgeschätzt wird, ist der status oder das attribut, das der person zukommt. hier geht es nicht um echte anerkennung oder echtes interesse, sondern um schlichte nutzenorientierung. es geht hier nur darum, aus der kontaktaufnahme mit dieser ungebundenen person belohnungen zu ziehen. diese belohnungserwartungen können von der schlichten erwiderung von kontaktaufnahme über einen oberflächlichen flirt bis hin zur hoffnung auf den beginn einer intimen beziehung reichen. in jedem fall sind aber allein diese belohnungsaspekte es, die den anderen dazu motivieren sich einem (wieder) anzunähern. natürlich ist belohnung in fast allen handlungen motivationsrelevant und damit auch nicht zu verachten oder zu verdammen. was mich aber wirklich schockiert ist, dass allerdings scheinbar kein motivationsgrund vorhanden ist, um mit einer person eine zwischenmenschliche beziehung aufzubauen oder aufrechtzuerhalten, sobald diese nicht der gruppe der "singles" angehört. ganz unabhängig davon, ob die person sich überhaupt auf diesem "singlemarkt" behaupten will, sich ihm zugehörig fühlt oder sich überhaupt explizit als ihm zugehörig outet. einzig und allein zählt hier das computertechnische alles oder nichts prinzip, 0 oder 1, mehr gibt es hier nicht. und wie man bewertet wird, hängt allein von dieser einzigen dichotomie "single" oder "nicht-single" ab. es ist nicht relevant, wie man sich verhält, wer man ist, was man tut, kann, liebt, hasst oder schätzt. man ist und bleibt reduziert auf die zuschreibung von außen, gefangen in dem schubladendenken und unfähig sich davon loszulösen. umso schwerer ist es, nicht irgendwann selbst zu glauben, dass der marktwert (oder tageswert) das selbe sei, wie der wert der eigenen person und irgendwann dem irrtum zu unterliegen, dass sich der eigene wert über seinen wert am markt definiert. und schwer ist es sich einzugestehen, dass es nur sehr wenige sind, deren interesse an der person festgemacht ist und nicht bloß an ihrem marktwert des augenblicks.
genug gesagt,
obwohl noch so viel fehlt,
eure ag
ganzganz offensichtlich wird diese normalerweise eher latente bewertung dann, wenn eine person eine "wertsteigerung oder wertminderung" erfährt. ganz konkret wird ein solcher wertwandel durch den beziehungsstatus einer person gesteuert. so ist scheinbar die allgemeine annahme (und vielleicht auch das allgemeine gefühl) vorhanden, dass jemand, der nicht in einer parnterbeziehung ist, auf diesem personenmarkt deutlich mehr wert ist als jemand, der vergeben ist. wechselt nun jemand von einem "zustand" in den anderen, so wirkt sich diese veränderung unter garantie auf sein/ihr sozialleben aus. man könnte es damit fast als sozialexperiment bezeichnen eine beziehung einzugehen oder zu beenden. besonders radikal und rasant wirkt sich das attribut "single" auf den persönlichen marktwert aus. von einem tag auf den nächsten nehmen leute wieder den kontakt zu einem auf, die man vorher monatelang weder gehört noch gesehen hat und von denen noch einige wochen vorher unter umständen sogar kontaktaufnahmen und einladungen ignoriert oder abgewiesen wurden. personen, die sich scheinbar nicht an einem interessieren, weil sie jeglichen kontakt und oft sogar größtenteils jegliche kommunikation gemieden haben, solange der beziehungsstatus nicht "single" war, entwickeln plötzlich wieder das bedürfnis ein teil deines lebens zu sein. auf einmal ist der "ex-single" wieder liebenswert, interessant, wertvoll, bewunderswert usw... ohne sich in seiner persönlichkeit in irgendeine richtung verändert zu haben, wird der neo-single wieder wahrgenommen und wertgeschätzt - vermeintlich.
denn was hier eigentlich passiert ist vollkommen losgelöst von der person. das einzige was hier bewertet oder wertgeschätzt wird, ist der status oder das attribut, das der person zukommt. hier geht es nicht um echte anerkennung oder echtes interesse, sondern um schlichte nutzenorientierung. es geht hier nur darum, aus der kontaktaufnahme mit dieser ungebundenen person belohnungen zu ziehen. diese belohnungserwartungen können von der schlichten erwiderung von kontaktaufnahme über einen oberflächlichen flirt bis hin zur hoffnung auf den beginn einer intimen beziehung reichen. in jedem fall sind aber allein diese belohnungsaspekte es, die den anderen dazu motivieren sich einem (wieder) anzunähern. natürlich ist belohnung in fast allen handlungen motivationsrelevant und damit auch nicht zu verachten oder zu verdammen. was mich aber wirklich schockiert ist, dass allerdings scheinbar kein motivationsgrund vorhanden ist, um mit einer person eine zwischenmenschliche beziehung aufzubauen oder aufrechtzuerhalten, sobald diese nicht der gruppe der "singles" angehört. ganz unabhängig davon, ob die person sich überhaupt auf diesem "singlemarkt" behaupten will, sich ihm zugehörig fühlt oder sich überhaupt explizit als ihm zugehörig outet. einzig und allein zählt hier das computertechnische alles oder nichts prinzip, 0 oder 1, mehr gibt es hier nicht. und wie man bewertet wird, hängt allein von dieser einzigen dichotomie "single" oder "nicht-single" ab. es ist nicht relevant, wie man sich verhält, wer man ist, was man tut, kann, liebt, hasst oder schätzt. man ist und bleibt reduziert auf die zuschreibung von außen, gefangen in dem schubladendenken und unfähig sich davon loszulösen. umso schwerer ist es, nicht irgendwann selbst zu glauben, dass der marktwert (oder tageswert) das selbe sei, wie der wert der eigenen person und irgendwann dem irrtum zu unterliegen, dass sich der eigene wert über seinen wert am markt definiert. und schwer ist es sich einzugestehen, dass es nur sehr wenige sind, deren interesse an der person festgemacht ist und nicht bloß an ihrem marktwert des augenblicks.
genug gesagt,
obwohl noch so viel fehlt,
eure ag
Mittwoch, 26. Oktober 2011
allein unter freunden
kennt ihr das gefühl in einer menschenmenge umringt von freunden trotzdem einsam zu sein? wenn man den ganzen tag unter liebenswerten, freundlichen menschen verbracht hat und zuhause trotzdem weinen muss, um das gefühl des allenseins in den griff zu bekommen. wenn man sich niemals verstanden fühlt. wenn man egal wie sehr man sich bemüht, niemals das gefühl bekommt so geliebt zu werden wie man ist. das tut so weh. wenn die welt um dich herum alles für dich ist. du diesen ort als wundervoll und positiv empfindest und trotzdem am positiven feedback scheiterst. wenn du alles gibst und manchmal sogar noch mehr. wenn aber ein satz reicht um diese freundliche welt zu einem kalten, dunklen ort zu machen, in dem es kein licht am ende des tunnels gibt. wenn man nicht weiß, ob man sich noch unter menschen wagen soll und kann. ob man genug kraft hat um den schmerz zu ertragen. ob man es schafft zu warten und an sich zu arbeiten bis man doch angenommen wird. vollkommen. als ganze person. und nicht als rolle, die man sich für eine bestimmte situation zugelegt hat. das ist das ziel und es scheint vollkommen außer reichweite. vielleicht ist es für niemanden erreichbar. das weiß man nicht. man vergewissert sich nur in selbstzerstörerischer weise, dass es für einen selbst nicht meisterbar ist. man fühlt sich allein. allein unter freunden. selbst wenn man von außen keine anzeichen dafür erkennen könnte, fühlt man sich einsam. verlassen. nicht unmittelbar von den menschen, sondern vom gefühl, dass man es schaffen kann. dass ma irgendwann fähig sein wird, akzeptanz zu finden. man fühlt sich schwach und weiß nicht weiter. jeder weg scheint eine sackgasse zu sein. man dreht sich im kreis, doch keine abzweigung macht sinn. wenn man den bisher gewählten weg weitergeht, gibt es vielleicht kurzfristige phasen der besserung, doch man weiß aus erfahrung, dass man wieder zurückgeworfen wird und an den kalten, dunklen ort zurückkehren muss, um alles, sein ganzes sein, zu überdenken. alle anderen abzweiungen bringen etwas neues. etwas das vielleicht die situation verändern könnte, aber unbekannt ist. und gerade in einem solchen moment der schwäche fällt es schwer neues zu probieren und in das kalte, soziale wasser zu springen. man hat zwar scheinbar nichts mehr zu verlieren, aber befürchtet vom richtigen weg noch weiter abzukommen und sich selbst auch noch zu verlieren, falls das noch nicht schon längst passiert ist.
weiter weiß ich leider noch nicht.
se
weiter weiß ich leider noch nicht.
se
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