... if you don't like my peaches, then don't shake the tree.
... maybe i'm lost but i don't need to be found.
... f*ck the past, the past ain't now.
(aus "i couldn't care less" von leslie clio)
... am anfang war das wort ...
... am anfang war das wort ...
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
Freitag, 31. Mai 2013
Dienstag, 21. Mai 2013
beziehungskoma einmal anders
alles begann an einem wunderschönen mittwoch nachmittag. ich bin mit der besseren hälfte der agse an der ecke anichstraße/maria-theresienstraße verabredet. auf dem weg dorthin lächle ich fröhlichst vor mich hin und genieße die schon warme frühlingsluft. plötzlich und unvermittelt ruft mir ein junger mann hinterher. ich bleibe stehen und erwarte, dass er mir entweder einen wal oder einen baum im regenwald verkaufen will, aber es kommt - wie immer - anders, als man denkt. er hält mir eine halbe pizzaschnitte unter die nase und macht mir ein kompliment zu meiner unglaublichen figur. er versucht offensichtlich seine pizza los zu werden und wir kommen ins gespräch. er ist eigentlich sehr lustig, denke ich mir. vor allem bin ich überrascht am hellichten tag auf offener straße von einem scheinbar paarungbereiten großstädter deutscher herkunft angesprochen zu werden. da er mir als person nicht auf anhieb unsympathisch ist, erfreue ich mich am gespräch und verkürze mir somit die wartezeit. scheinbar einem naturgesetz folgend, bei dessen vermittlung ich in der schule wohl geschlafen haben muss oder am klo war, will er sich mit mir verabreden. ich weise dies liebevoll aber bestimmt zurück. meiner meinung nach zumindest. er wiederum gibt nicht so schnell auf wie es scheint und beharrt auf einem neuerlichen, aber diesmal geplanten treffen zwischen uns beiden. ich versuche dem auszuweichen, da sich in mir keine sehnsucht nach einem wiedersehen abzeichnet. nun gut.
wäre ich single, würde ich einfach einen beziehungspartner erfinden und diesen als ausrede vorschieben um besagtem deutschen gesprächspartner nicht meine nummer geben zu müssen. eine der leichteren übungen im flirtalltag.
ganz so einfach ist es als nichtsingle allerdings nicht. und zwar aus prinzip nicht!
scheinbar habe ich nämlich die pflicht meinen beziehungsstatus, falls vergeben, sofort preiszugeben, um dem armen flirtpartner zeit und mühe zu ersparen. es ist offensichtlich meine aufgabe als nichtsingle alle männer umgehend nach der ersten kontaktaufnahme explizit zu informieren, dass ich aktuell in einer beziehung bin. das sehe ich aber partout nicht ein. ich bin ein mensch und definiere mich nicht über meinen beziehungsstatus. ich bin so naiv zu glauben, dass auch männer interesse für mich als vergebene person entwickeln können. ich würde es traurig finden, wenn jede kontaktaufnahme nur dem einen zweck dienen würde und ich als nichtsingle somit aus der sozialen welt des kennenlernens ausgeschlossen werden würde. warum kann sich mann nicht mit der frau, dem mensch an sich, sondern nur mit deren/dessen beziehungsstatus unterhalten. ich bin nicht langweilig oder uninteressant, nur weil ich vergeben bin. hoffe ich zumindest. wenn es männern nur darum geht herauszufinden, ob frau vergeben oder frei ist, dann sollen sie statt nach meinem namen und befinden zu fragen, einfach nur den beziehungsstatus und willigkeit abfragen. ich sehe nicht die notwendigkeit in unverfängliche gespräche aus heiterem himmel ganz "subtil" einzubauen, dass ich momentan nicht zu haben bin. mich auf meinen partner zu reduzieren, und jede form von sozialer interaktion durch das erwähnen desselben abzubrechen, ist für mich undenkbar.
wäre ich nichtsingle, ohne zuletzt aufgeführte prinzipien, wäre die situation ähnlich der des singles:
fremder: hallo! wie geht es dir?
ich: hi! danke gut und dir?
fremder: auch gut! wie heißt du eigentlich?
ich: ich habe einen freund.
an dieser stelle gibt es mehre möglichkeiten wie sich das gespräch entwickeln kann. darauf möchte ich jetzt aber nicht mehr eingehen. ich wollte eigentlich nur endlich deutlich machen, dass ich mehr bin als mein beziehungsstatus. dass ich weiterhin ein soziales wesen bin, das sich gern mit anderen (auch menschen, die nicht mein partner sind) umgibt und unterhält. ich spiele niemandem etwas vor und mache meine absichten schnell deutlich. egal ob single oder nicht: ich verstecke mich nicht hinter meinem beziehungsstatus. ich kann jemandem eigentlich auch ohne diese information zeigen, ob ich interesse habe oder eben nicht. da gibt es keine direkte verbindung zu meinem beziehungsstatus. denn auch als single kann ich jemanden abweisen. genauso kann ich interesse an einer anderen person zeigen, auch wenn ich vergeben bin. in welche richtung das interesse geht, bleibt dann herauszufinden.
gegen meinen willen ins beziehungskoma versetzt,
se
wäre ich single, würde ich einfach einen beziehungspartner erfinden und diesen als ausrede vorschieben um besagtem deutschen gesprächspartner nicht meine nummer geben zu müssen. eine der leichteren übungen im flirtalltag.
ganz so einfach ist es als nichtsingle allerdings nicht. und zwar aus prinzip nicht!
scheinbar habe ich nämlich die pflicht meinen beziehungsstatus, falls vergeben, sofort preiszugeben, um dem armen flirtpartner zeit und mühe zu ersparen. es ist offensichtlich meine aufgabe als nichtsingle alle männer umgehend nach der ersten kontaktaufnahme explizit zu informieren, dass ich aktuell in einer beziehung bin. das sehe ich aber partout nicht ein. ich bin ein mensch und definiere mich nicht über meinen beziehungsstatus. ich bin so naiv zu glauben, dass auch männer interesse für mich als vergebene person entwickeln können. ich würde es traurig finden, wenn jede kontaktaufnahme nur dem einen zweck dienen würde und ich als nichtsingle somit aus der sozialen welt des kennenlernens ausgeschlossen werden würde. warum kann sich mann nicht mit der frau, dem mensch an sich, sondern nur mit deren/dessen beziehungsstatus unterhalten. ich bin nicht langweilig oder uninteressant, nur weil ich vergeben bin. hoffe ich zumindest. wenn es männern nur darum geht herauszufinden, ob frau vergeben oder frei ist, dann sollen sie statt nach meinem namen und befinden zu fragen, einfach nur den beziehungsstatus und willigkeit abfragen. ich sehe nicht die notwendigkeit in unverfängliche gespräche aus heiterem himmel ganz "subtil" einzubauen, dass ich momentan nicht zu haben bin. mich auf meinen partner zu reduzieren, und jede form von sozialer interaktion durch das erwähnen desselben abzubrechen, ist für mich undenkbar.
wäre ich nichtsingle, ohne zuletzt aufgeführte prinzipien, wäre die situation ähnlich der des singles:
fremder: hallo! wie geht es dir?
ich: hi! danke gut und dir?
fremder: auch gut! wie heißt du eigentlich?
ich: ich habe einen freund.
an dieser stelle gibt es mehre möglichkeiten wie sich das gespräch entwickeln kann. darauf möchte ich jetzt aber nicht mehr eingehen. ich wollte eigentlich nur endlich deutlich machen, dass ich mehr bin als mein beziehungsstatus. dass ich weiterhin ein soziales wesen bin, das sich gern mit anderen (auch menschen, die nicht mein partner sind) umgibt und unterhält. ich spiele niemandem etwas vor und mache meine absichten schnell deutlich. egal ob single oder nicht: ich verstecke mich nicht hinter meinem beziehungsstatus. ich kann jemandem eigentlich auch ohne diese information zeigen, ob ich interesse habe oder eben nicht. da gibt es keine direkte verbindung zu meinem beziehungsstatus. denn auch als single kann ich jemanden abweisen. genauso kann ich interesse an einer anderen person zeigen, auch wenn ich vergeben bin. in welche richtung das interesse geht, bleibt dann herauszufinden.
gegen meinen willen ins beziehungskoma versetzt,
se
Freitag, 3. Mai 2013
zu risiken und nebenwirkungen...
gibt es keine packungsbeilage und auch keinen arzt oder apotheker der etwaige fragen beantworten könnte. es geht um die risiken und nebenwirkungen von bestimmten filmen:
da es - zumindest soweit mir bekannt - keine beipackzettel zu hollywood-schnulzen und pornos gibt, werde ich mich jetzt daran versuchen.
Gebrauchsinformation: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER
Wirkstoff: vorstellung, wunschtraum
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Konsumation beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, bitte schreiben Sie mir ein Email oder einen Kommentar
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie uns bitte.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist ein Liebesfilm/Porno und wofür wird er angewendet?
2. Was müssen Sie vor dem Sehen solcher Filme beachten?
3. Wie sind solche Filme zu konsumieren?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie sind solche Filme aufzubewahren?
6. Weitere Informationen
1. Was ist ein Liebesfilm/Porno und wofür wird er angewendet?
Liebesfilm: eine Hollywoodstory, die sich um die eine große Liebe dreht, welche natürlich mit einem Happyend ausgeht. Egal ob die Frau betrogen wird oder welches Drama sich in den 90-120 Minuten abspielt, am Ende sind alle glücklich und zufrieden, wenn die zwei Protagonisten zusammenfinden. Darum geht es nämlich. Dass beide für einander bestimmt sind und egal was in der Zwischenzeit passiert ist, gehört der Vergangenheit an. Der Frau wird vom Umfeld suggeriert, dass er sich geändert hat und sie sich glücklich schätzen kann, wenn er zu ihr zurückkommt.
Porno: die Handlung spielt hier eine untergeordnete Rolle. Es geht um sexuelle Fantasien, Vorstellungen, Techniken und Rollenzuschreibungen. Mehr muss dazu wohl nicht gesagt werden.
Anwendung: In diesem Punkt ist es nicht sinnvoll eine Unterscheidung zu machen, da beide ähnliche Anwendungsziele verfolgen bzw. dieselben Gefahren bergen. Auf der einen Seite geht es um Unterhaltung aber auch um die Festigung bestimmter Verhaltensmuster. Darauf wird im nächsten Punkt näher eingegangen.
2. Was müssen Sie vor dem Sehen solcher Filme beachten?
Wie bereits in der Anwendung erwähnt bergen beide Filmarten erhebliche Risiken, die nicht unbedingt für jeden offensichtlich sind bzw. selbst wenn man sich deren bewusst ist, vermieden werden können. Es geht um die Ideologie, die dahinter steckt. Personen, die sich solche Filme ansehen, wissen, dass es weder die Liebe noch den Sex aus dem Film wirklich in dieser Form in der Realität gibt. Dennoch ist das im Film dargelegte Muster Anhaltspunkt und man versucht sich in der Wirklichkeit diesem Ideal anzunähern. Dies ist allerdings vollkommen absurd und weltfremd. Man muss sich nicht nur bewusst sein, dass es diese Liebe, diesen Sex "in echt" nicht gibt, sondern sich vor allem auch vor Augen halten, dass dies gar nicht wünschenswert ist. Diese Liebe wie im Film sollte nicht Ziel sein. Man sollte seine Wunschvorstellungen an die Gegebenheiten des Alltags anpassen und nicht vor Situationen träumen, die im Film passieren. Dadurch ergeben sich für Wunschträume viel mehr Möglichkeiten und ein sehr viel positiveres Bild von Beziehungen und Liebschaften kann gezeichnet werden, das viel mehr umfasst als nur das Suchen, Finden und Behalten der Einen/des Einen. Gleiches gilt auch für die Vorstellungen, die im Porno vermittelt werden. Dabei handelt es sich gleichermaßen um eine teilweise veraltete Ideologie, eine Idealvorstellung, die mit der realen Situation nicht viel gemeinsam hat und somit nicht als Ziel verwendet werden sollte. In der Realität ergeben sich in der Interaktion viel mehr Möglichkeiten und ein ganz anderer Interpretationsspielraum als im Film. Man muss beachten, dass eine Nachahmung und ein Streben nach filmähnlichen Verhältnissen immer nur Imitation bleibt und niemals zur konstruktiven Selbstverwirklichung im Bereich Liebe oder Sex beitragen kann. Es handelt sich bei solchen Filmen um ein Industrieprodukt, das massentauglich gefertigt wird und viele Bereiche von Liebe und Sexualtität ausschließt. Diese Einschränkungen sollte man im persönlichen Erleben nicht suchen, sondern sich für die tatsächliche Erfahrung öffnen und deren Weg folgen.
3. Wie sind solche Filme zu sehen?
Angesprochene Filme sollten immer im Bewusstsein gesehen werden, dass es sich dabei um Kulturprodukt handelt, das bestimmte Personengruppen ansprechen soll und dabei in einem sozioökonomischen Kontext entsteht. Man darf nicht aus den Augen verlieren, dass ein Ideal vorgestellt wird, das begrenzt ist und nicht reale Bedingungen widerspiegelt.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Häufigste Nebenwirkung ist das Übernehmen von Verhaltensweisen zum Erreichen des im Film vorgestellten Ideals. Man muss darauf achten, ob man sich mit dem Ideal bereits identifiziert und im echten Leben versucht dieses zu erreichen. In dieser kritischen Phase ist es notwendig dieses Ziel zu reflektieren und sich bewusst zu werden, dass es sich um ein vermitteltes Ideal handelt, das nicht aus einem Selbst entsprungen ist. Man muss sich fragen, ob dieses Ideal für einen selbst überhaupt wünschenswert ist und welche Möglichkeiten es neben dieser einen Vorstellung noch gibt.
5. Wie sind solche Filme aufzubewahren?
Am besten direkt neben der ausgedruckten Form dieser Gebrauchsinformation.
6. Weitere Informationen
Es geht darum mit dem Zeigefinger nicht immer nur auf die Pornoindustrie zu zeigen und sagen, dass diese Filme nicht die Realität abbilden und den Menschen ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit vermitteln, sondern diese Nebenwirkungen und Risiken auch auf den Konsum von Liebesfilmen zu übertragen. Diese verwenden dieselben Methoden und haben ähnlich viel mit dem wahren Leben zu tun wie Pornos. Im Vergleich zu diesen werden Liebesfilme aber selten reflektiert, da sowieso jeder zu wissen glaubt, dass es im echten Leben nicht so läuft wie im Film. Trotzdem findet man, dass es doch schön wäre, wenn doch. Somit macht man sich das Ideal zu eigen und sucht, wenn auch unbewusst, nach einer ähnlichen Lovestory. Es geht in Beziehungs - und Liebesdingen genauso um eine frühzeitige Aufklärung!
Dr. scient. med,
se
da es - zumindest soweit mir bekannt - keine beipackzettel zu hollywood-schnulzen und pornos gibt, werde ich mich jetzt daran versuchen.
Gebrauchsinformation: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER
Wirkstoff: vorstellung, wunschtraum
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Konsumation beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, bitte schreiben Sie mir ein Email oder einen Kommentar
- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie uns bitte.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist ein Liebesfilm/Porno und wofür wird er angewendet?
2. Was müssen Sie vor dem Sehen solcher Filme beachten?
3. Wie sind solche Filme zu konsumieren?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie sind solche Filme aufzubewahren?
6. Weitere Informationen
1. Was ist ein Liebesfilm/Porno und wofür wird er angewendet?
Liebesfilm: eine Hollywoodstory, die sich um die eine große Liebe dreht, welche natürlich mit einem Happyend ausgeht. Egal ob die Frau betrogen wird oder welches Drama sich in den 90-120 Minuten abspielt, am Ende sind alle glücklich und zufrieden, wenn die zwei Protagonisten zusammenfinden. Darum geht es nämlich. Dass beide für einander bestimmt sind und egal was in der Zwischenzeit passiert ist, gehört der Vergangenheit an. Der Frau wird vom Umfeld suggeriert, dass er sich geändert hat und sie sich glücklich schätzen kann, wenn er zu ihr zurückkommt.
Porno: die Handlung spielt hier eine untergeordnete Rolle. Es geht um sexuelle Fantasien, Vorstellungen, Techniken und Rollenzuschreibungen. Mehr muss dazu wohl nicht gesagt werden.
Anwendung: In diesem Punkt ist es nicht sinnvoll eine Unterscheidung zu machen, da beide ähnliche Anwendungsziele verfolgen bzw. dieselben Gefahren bergen. Auf der einen Seite geht es um Unterhaltung aber auch um die Festigung bestimmter Verhaltensmuster. Darauf wird im nächsten Punkt näher eingegangen.
2. Was müssen Sie vor dem Sehen solcher Filme beachten?
Wie bereits in der Anwendung erwähnt bergen beide Filmarten erhebliche Risiken, die nicht unbedingt für jeden offensichtlich sind bzw. selbst wenn man sich deren bewusst ist, vermieden werden können. Es geht um die Ideologie, die dahinter steckt. Personen, die sich solche Filme ansehen, wissen, dass es weder die Liebe noch den Sex aus dem Film wirklich in dieser Form in der Realität gibt. Dennoch ist das im Film dargelegte Muster Anhaltspunkt und man versucht sich in der Wirklichkeit diesem Ideal anzunähern. Dies ist allerdings vollkommen absurd und weltfremd. Man muss sich nicht nur bewusst sein, dass es diese Liebe, diesen Sex "in echt" nicht gibt, sondern sich vor allem auch vor Augen halten, dass dies gar nicht wünschenswert ist. Diese Liebe wie im Film sollte nicht Ziel sein. Man sollte seine Wunschvorstellungen an die Gegebenheiten des Alltags anpassen und nicht vor Situationen träumen, die im Film passieren. Dadurch ergeben sich für Wunschträume viel mehr Möglichkeiten und ein sehr viel positiveres Bild von Beziehungen und Liebschaften kann gezeichnet werden, das viel mehr umfasst als nur das Suchen, Finden und Behalten der Einen/des Einen. Gleiches gilt auch für die Vorstellungen, die im Porno vermittelt werden. Dabei handelt es sich gleichermaßen um eine teilweise veraltete Ideologie, eine Idealvorstellung, die mit der realen Situation nicht viel gemeinsam hat und somit nicht als Ziel verwendet werden sollte. In der Realität ergeben sich in der Interaktion viel mehr Möglichkeiten und ein ganz anderer Interpretationsspielraum als im Film. Man muss beachten, dass eine Nachahmung und ein Streben nach filmähnlichen Verhältnissen immer nur Imitation bleibt und niemals zur konstruktiven Selbstverwirklichung im Bereich Liebe oder Sex beitragen kann. Es handelt sich bei solchen Filmen um ein Industrieprodukt, das massentauglich gefertigt wird und viele Bereiche von Liebe und Sexualtität ausschließt. Diese Einschränkungen sollte man im persönlichen Erleben nicht suchen, sondern sich für die tatsächliche Erfahrung öffnen und deren Weg folgen.
3. Wie sind solche Filme zu sehen?
Angesprochene Filme sollten immer im Bewusstsein gesehen werden, dass es sich dabei um Kulturprodukt handelt, das bestimmte Personengruppen ansprechen soll und dabei in einem sozioökonomischen Kontext entsteht. Man darf nicht aus den Augen verlieren, dass ein Ideal vorgestellt wird, das begrenzt ist und nicht reale Bedingungen widerspiegelt.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Häufigste Nebenwirkung ist das Übernehmen von Verhaltensweisen zum Erreichen des im Film vorgestellten Ideals. Man muss darauf achten, ob man sich mit dem Ideal bereits identifiziert und im echten Leben versucht dieses zu erreichen. In dieser kritischen Phase ist es notwendig dieses Ziel zu reflektieren und sich bewusst zu werden, dass es sich um ein vermitteltes Ideal handelt, das nicht aus einem Selbst entsprungen ist. Man muss sich fragen, ob dieses Ideal für einen selbst überhaupt wünschenswert ist und welche Möglichkeiten es neben dieser einen Vorstellung noch gibt.
5. Wie sind solche Filme aufzubewahren?
Am besten direkt neben der ausgedruckten Form dieser Gebrauchsinformation.
6. Weitere Informationen
Es geht darum mit dem Zeigefinger nicht immer nur auf die Pornoindustrie zu zeigen und sagen, dass diese Filme nicht die Realität abbilden und den Menschen ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit vermitteln, sondern diese Nebenwirkungen und Risiken auch auf den Konsum von Liebesfilmen zu übertragen. Diese verwenden dieselben Methoden und haben ähnlich viel mit dem wahren Leben zu tun wie Pornos. Im Vergleich zu diesen werden Liebesfilme aber selten reflektiert, da sowieso jeder zu wissen glaubt, dass es im echten Leben nicht so läuft wie im Film. Trotzdem findet man, dass es doch schön wäre, wenn doch. Somit macht man sich das Ideal zu eigen und sucht, wenn auch unbewusst, nach einer ähnlichen Lovestory. Es geht in Beziehungs - und Liebesdingen genauso um eine frühzeitige Aufklärung!
Dr. scient. med,
se
Sonntag, 21. April 2013
bilder im kopf
wir gehen durch die welt, sehen, fühlen, spüren... und vergessen. und ich glaube, wir sollten uns dieses vergessen gar nicht vorwerfen. doch wir sollten uns dessen bewusst sein. wir sollten uns bewusst sein, dass wir im rückblick manch gutes vergessen und manch schlechtes übersehen. doch vielleicht sollten wir uns auch in bestimmten augenblicken bewusst gegen das vergessen entscheiden und uns ein bild, eine stimmung oder ein gefühl im kopf bewahren. es gibt dinge im leben, an die es sich zu erinnern lohnt. und eben diese sollten wir vielleicht in unseren gedanken einrahmen und aufbewahren als etwas besonderes, das wir gerne anderen zeigen und erzählen, und vor allem als etwas, das wir uns auch gerne immer wieder selbst ansehen. manche erinnerungen lassen sich nicht erzählen, aber sie lassen sich als anstoß nehmen, einem anderen eine eben solche oder zumindest ähnlich erinnerung zu schaffen.
ich glaube wir sollten öfter bewusst mit diesen erinnerungen arbeiten, indem wir genießen, was uns wiederfahren ist, auch wenn es schon längst der vergangenheit angehört und indem wir aus dieser erinnerung eine neue zukunft zu schaffen. wenn wir uns erinnern, in welchen momenten wir uns besonders glücklich, besonders wohl, geliebt, fröhlich, ermuntert oder energiegeladen gefühlt haben, werden wir auch wissen, was diese momente ausgezeichnet hat. und oft werden wir dann sehen, dass es nicht die besonderen umstände waren, sondern die besonderen menschen, die uns diese besondere etwas haben spüren lassen. und vielleicht sollten wir dann nicht nur dankbar sein für diese momente, sondern auch versuchen ein stückchen von diesem besonderen menschen zu übernehmen, um selbst auch die gelegenheit zu bekommen der auslöseknopf eines bildes im kopf zu sein, das ein anderer sich ein leben lang bewahren möchte.
frühlingshaft fröhlich,
eure ag
ich glaube wir sollten öfter bewusst mit diesen erinnerungen arbeiten, indem wir genießen, was uns wiederfahren ist, auch wenn es schon längst der vergangenheit angehört und indem wir aus dieser erinnerung eine neue zukunft zu schaffen. wenn wir uns erinnern, in welchen momenten wir uns besonders glücklich, besonders wohl, geliebt, fröhlich, ermuntert oder energiegeladen gefühlt haben, werden wir auch wissen, was diese momente ausgezeichnet hat. und oft werden wir dann sehen, dass es nicht die besonderen umstände waren, sondern die besonderen menschen, die uns diese besondere etwas haben spüren lassen. und vielleicht sollten wir dann nicht nur dankbar sein für diese momente, sondern auch versuchen ein stückchen von diesem besonderen menschen zu übernehmen, um selbst auch die gelegenheit zu bekommen der auslöseknopf eines bildes im kopf zu sein, das ein anderer sich ein leben lang bewahren möchte.
frühlingshaft fröhlich,
eure ag
Dienstag, 26. März 2013
was dir gehört
immer wieder begegnet mir ein bestimmtes phänomen: dass menschen nicht unterscheiden können, was es sich lohnt in den raum zu stellen und was nicht. eine ganz besondere ausprägung dieses unvermögens finde ich oft im kennenlernen oder auch schon längerem kennen wieder. in mehr fällen als mir lieb ist, wirft dieses thema - welcher gedanke, welches gefühl ist meines, welches deines und welches "gehört" uns beiden - nämlich erhebliche probleme auf. dabei hoffe ich immer wieder mit beinahe kindlicher naivität, dass erwachsene menschen diese unterscheidung vornehmen können. und (fast) jedes mal werde ich aufs neue belehrt, dass dem nicht so ist. deshalb dieser blog, vielleicht als kleiner ratgeber für all jene, für die dieses thema neuland ist.
ich persönlich glaube nämlich, dass dieses thema gar nicht so schwierig zu bewältigen ist. besonders dann, wenn man von folgendem grundsatz ausgeht: man ist selbst für sein eigenes (un)glück verantwortlich. mit diesem satz ist eigentlich schon alles gesagt, denn er impliziert, dass:
a) man sich gut genug kennen muss, um zu wissen, wie das eigene glück aussehen soll
b) dass man selbst bereit ist an diesem glück zu arbeiten (oder auch in voller absicht dies nicht zu tun)
c) dass man davon ausgeht, dass das gegenüber dies auch so handhabt
d) und, dass es sehr wohl eine unterscheidung zwischen dem gibt, was meinem eigenen glück zuträglich ist und dem, was auf das glück des anderen (positiv wie negativ) einfluss haben kann
für alle, die sich an dieser stelle noch wundern, worauf ich denn eigentlich hinaus will, hier ein beispiel: ich lerne einen mann kennen. wir beschließen etwas trinken zu gehen. es macht spaß, wir unterhalten uns gut und es spricht eigentlich nichts dagegen, dieses spektakel in zukunft zu wiederholen. es vergehen ein, zwei wochen und wir sehen uns wieder. selber outcome, alles gut. wir haben nie über beziehungen, vorstellungen davon oder gegenseitiger attraktion gesprochen. wir wissen beide nicht, was sich der andere von der situation erhofft.
- achtung - hier tritt dann meistens das unterscheidungsproblem auf, was dann dazu führt, dass einer der beiden oder beide verletzt, enttäuscht, vielleicht sogar beleidigt und verärgert sind, wenn (was wie ich zu bedenken geben möchte nicht der unwahrscheinlichste fall ist) die interessen der beiden nicht zu hundert prozent übereinstimmen. daher empfehle ich in dieser situation sich auf a) zu besinnen, um festzustellen, was man von der situation will und was auf gar keinen fall, um dann zu b) übergehen zu können. bin ich der playertyp, wird mir der outcome der sache (romantisches interesse am anderen vorausgesetzt) eher egal sein. es geht ums spiel, den spaß, das kennenlernen. soweit so gut - empfehlung = weiter genießen und schauen was passiert. bin ich aber eher der konservative, hals über kopf verliebte, ganz-oder-gar-nicht-typ, so sollte man sich erstens darüber im klaren sein, dass c) gilt UND dass dieses c) unweigerlich oft zu d) führt UND mein glück und das des anderen nicht notwendigerweise auf gleichem wege zustande kommen. in diesem fall sollte man sich vielleicht auch überlegen, wie wahrscheinlich die "ganz"-variante im vergleich zu "gar nicht" ist und wie lange man mit dieser ungewissheit leben kann. hier empfiehlt es sich dann wahrscheinlich auch ziemlich bald offen zu besprechen, was denn aus der sache werden könnten, damit das 0 und 1 system auch weiter funktioniert.
beides finde ich nicht verwerflich und auch nicht kompliziert. und mancher mag sich jetzt immer noch fragen, wo das problem liegt?! das problem liegt da, wo etwa der ganz-oder-gar-nicht typ auf einen player typ trifft und ersterer denkt, es gäbe nur eine denkbare interpretationsmöglichkeit für das, was gerade zwischenmenschlich vorgeht, während zweiterer den ernst der lage aus der sicht seines gegenübers nicht überblickt. irgendwann, und meistens viel zu spät, löst sich die situation dann statt in wohlgefallen in ein übel auf, weil einer komplett enttäuscht ist und der andere vielleicht verärgert, dass er so "festgenagelt" wurde und jetzt plötzlich schuld am unglück des anderen sein soll, wobei seine absicht gar keine böse war. was ich sagen will ist: man muss wissen, womit man sich selbst am wohlsten fühlt und welche (un)sicherheiten man im kennenlernen erträgt oder sich wünscht. und genau danach sollte man sich verhalten. es ist nicht die schuld oder die aufgabe des anderen dies einzuschätzen oder dafür sorge zu tragen. und wenn man glaubt, es wäre an der zeit eigene gefühle und gedanken (vorwurfslos) mit dem anderen zu teilen, dann ist das sicher gut und richtig. doch dein glück gehört dir. genauso wie deine erwartungen und wünsche. es lohnt sich also nicht, sie dem anderen aufzuzwingen. oder wie man so schön sagt: man kann die rechnung nicht ohne den wirt machen.
immer wieder kindlich naiv hoffend,
eure ag
ich persönlich glaube nämlich, dass dieses thema gar nicht so schwierig zu bewältigen ist. besonders dann, wenn man von folgendem grundsatz ausgeht: man ist selbst für sein eigenes (un)glück verantwortlich. mit diesem satz ist eigentlich schon alles gesagt, denn er impliziert, dass:
a) man sich gut genug kennen muss, um zu wissen, wie das eigene glück aussehen soll
b) dass man selbst bereit ist an diesem glück zu arbeiten (oder auch in voller absicht dies nicht zu tun)
c) dass man davon ausgeht, dass das gegenüber dies auch so handhabt
d) und, dass es sehr wohl eine unterscheidung zwischen dem gibt, was meinem eigenen glück zuträglich ist und dem, was auf das glück des anderen (positiv wie negativ) einfluss haben kann
für alle, die sich an dieser stelle noch wundern, worauf ich denn eigentlich hinaus will, hier ein beispiel: ich lerne einen mann kennen. wir beschließen etwas trinken zu gehen. es macht spaß, wir unterhalten uns gut und es spricht eigentlich nichts dagegen, dieses spektakel in zukunft zu wiederholen. es vergehen ein, zwei wochen und wir sehen uns wieder. selber outcome, alles gut. wir haben nie über beziehungen, vorstellungen davon oder gegenseitiger attraktion gesprochen. wir wissen beide nicht, was sich der andere von der situation erhofft.
- achtung - hier tritt dann meistens das unterscheidungsproblem auf, was dann dazu führt, dass einer der beiden oder beide verletzt, enttäuscht, vielleicht sogar beleidigt und verärgert sind, wenn (was wie ich zu bedenken geben möchte nicht der unwahrscheinlichste fall ist) die interessen der beiden nicht zu hundert prozent übereinstimmen. daher empfehle ich in dieser situation sich auf a) zu besinnen, um festzustellen, was man von der situation will und was auf gar keinen fall, um dann zu b) übergehen zu können. bin ich der playertyp, wird mir der outcome der sache (romantisches interesse am anderen vorausgesetzt) eher egal sein. es geht ums spiel, den spaß, das kennenlernen. soweit so gut - empfehlung = weiter genießen und schauen was passiert. bin ich aber eher der konservative, hals über kopf verliebte, ganz-oder-gar-nicht-typ, so sollte man sich erstens darüber im klaren sein, dass c) gilt UND dass dieses c) unweigerlich oft zu d) führt UND mein glück und das des anderen nicht notwendigerweise auf gleichem wege zustande kommen. in diesem fall sollte man sich vielleicht auch überlegen, wie wahrscheinlich die "ganz"-variante im vergleich zu "gar nicht" ist und wie lange man mit dieser ungewissheit leben kann. hier empfiehlt es sich dann wahrscheinlich auch ziemlich bald offen zu besprechen, was denn aus der sache werden könnten, damit das 0 und 1 system auch weiter funktioniert.
beides finde ich nicht verwerflich und auch nicht kompliziert. und mancher mag sich jetzt immer noch fragen, wo das problem liegt?! das problem liegt da, wo etwa der ganz-oder-gar-nicht typ auf einen player typ trifft und ersterer denkt, es gäbe nur eine denkbare interpretationsmöglichkeit für das, was gerade zwischenmenschlich vorgeht, während zweiterer den ernst der lage aus der sicht seines gegenübers nicht überblickt. irgendwann, und meistens viel zu spät, löst sich die situation dann statt in wohlgefallen in ein übel auf, weil einer komplett enttäuscht ist und der andere vielleicht verärgert, dass er so "festgenagelt" wurde und jetzt plötzlich schuld am unglück des anderen sein soll, wobei seine absicht gar keine böse war. was ich sagen will ist: man muss wissen, womit man sich selbst am wohlsten fühlt und welche (un)sicherheiten man im kennenlernen erträgt oder sich wünscht. und genau danach sollte man sich verhalten. es ist nicht die schuld oder die aufgabe des anderen dies einzuschätzen oder dafür sorge zu tragen. und wenn man glaubt, es wäre an der zeit eigene gefühle und gedanken (vorwurfslos) mit dem anderen zu teilen, dann ist das sicher gut und richtig. doch dein glück gehört dir. genauso wie deine erwartungen und wünsche. es lohnt sich also nicht, sie dem anderen aufzuzwingen. oder wie man so schön sagt: man kann die rechnung nicht ohne den wirt machen.
immer wieder kindlich naiv hoffend,
eure ag
Mittwoch, 13. März 2013
mingle - eine beziehungsform zum wohlfühlen?
gerade eben habe ich mein wissen wieder einmal durch eine frauenzeitschrift erweitert. ich habe über das konzept der "mingles" gelesen, was so viel bedeutet wie "mixed singles". mingles sind also all jene, die sich selbst als singles bezeichnen, dabei aber mit irgendjemandem (vielleicht auch mit mehreren, das wurde nicht expliziert) irgendeine form von beziehung haben. diese beziehung ist oft nicht nur rein sexuell, sondern in ihr haben auch andere dinge, wie reden, kuscheln, gemeinsame unternehmungen, vielleicht sogar gegenseitige verliebtheit?! platz. warum es dann keine"richtige" beziehung ist? weil man sich seltener sieht, das ganze weniger eng und "ernst" ist, man sich nicht öffentlich als paar darstellt, man sich nicht auf "den einen" festlegt und das ganze auch meistens auch keinen exklusiven charakter hat.
warum man sich auf so etwas einlässt? weil man sich mehr erhofft, weil der andere doch sicher bald bekehrt wird, sich unsterblich verliebt und man dann in eine gemeinsame zukunft startet? laut frauenzeitschrift offenbar das einzige motiv für frauen eine solche semi-beziehung zu haben. berichte von frauen, die von einem solchen mingle-mann verletzt, versetzt, und (wie immer das auch funktionieren mag) schlussendlich mit ihm schluss gemacht haben oder von ihm verlassen wurden - alles opfer. opfer ihrer eigenen eitelkeit in meinen augen.
es geht hier nicht um die "bösen buben", die frauen das herz brechen, spielchen spielen, lügen und betrügen, sondern eigentlich um respektvolle und mutige männer, die offen sagen, was sie wollen, was sie sich vorstellen können und was nicht. sie geben der frau alle informationen, damit sie selbst entscheiden kann, ob diese form der nicht-beziehung etwas für sie ist. diese männer setzen auf volle ehrlichkeit um den möglichen preis eine tolle frau zu verlieren. und stehen am ende doch als die machos und *** da...?! das ist nicht einmal mehr paradoxe logik. logik ist hier zu gunsten eines sehr verschobenen bilds von genderrollen über bord geworfen worden. ein bild, in dem frauen immer die opfer sind. ein bild, mit vielleicht auch einem stückchen wahrheit - dem, dass frauen sich selbst zum opfer machen.
ich bin selbst frau. somit spezialistin auf dem gebiet des frau-seins und kann mit aller gewissheit sagen: ich bin kein opfer. ich bin auch nicht primär frau, sondern mensch. ein jemand, der anderen zuhört, versucht zu verstehen, zu lernen und vor allem bemüht ist sie zu respektieren. so wie das mingle-konzept in dieser zeitschrift beschrieben ist, ist das alles aber nicht aufgabe einer frau. frauen können sich selbst ein bild, eine welt und erwartungen konstruieren, die abgehoben sind von jeglicher realität, um dann am ende opfer sein zu können. ich finde es ist nichts schlechtes daran erwartungen zu haben, aber ich finde es ist schlimm, diese erwartungen dem anderen aufzwingen zu wollen, weil man selbst nicht in der lage ist die meinung des anderen zu respektieren.
wenn jemand - egal ob mann oder frau - sagt, er oder sie wolle keine feste beziehung und sei es mit oder ohne begründung, dann gilt es das zu respektieren. es gibt hier nichts zu kritisieren und schon gar nichts zu bekehren. es ist so. der andere hat sich dafür entschieden und seine meinung zählt genauso viel wie die eigene, die vielleicht eine andere ist. wer damit nicht umgehen kann, sollte sich nicht als mingle bezeichnen und sich schon gar nicht auf eine pseudo-mingle-beziehung einlassen. denn das macht das mingle-konzept kaputt und nimmt jenen den spaß, die sich mit dieser idee sehr wohl anfreunden können. ich glaube, wenn beide parts ihre gemeinsam erarbeiteten oder einfach so zustande gekommenen "beziehungsregeln" akzeptieren, kann das eine sehr erfüllende und schöne form der zwischenmenschlichkeit sein. aber sie baut wie alles schöne zwischenmenschliche auf respekt, interesse und zuneigung zum anderen auf. jeder, der sich nicht dazu bereit fühlt, sollte also die finger von diesem beziehungsmodell lassen (sich und dem gegenüber zu liebe), um nicht als opfer zu enden.
und an alle anderen: seid mutig!
frühlingsfreudig,
eure ag
warum man sich auf so etwas einlässt? weil man sich mehr erhofft, weil der andere doch sicher bald bekehrt wird, sich unsterblich verliebt und man dann in eine gemeinsame zukunft startet? laut frauenzeitschrift offenbar das einzige motiv für frauen eine solche semi-beziehung zu haben. berichte von frauen, die von einem solchen mingle-mann verletzt, versetzt, und (wie immer das auch funktionieren mag) schlussendlich mit ihm schluss gemacht haben oder von ihm verlassen wurden - alles opfer. opfer ihrer eigenen eitelkeit in meinen augen.
es geht hier nicht um die "bösen buben", die frauen das herz brechen, spielchen spielen, lügen und betrügen, sondern eigentlich um respektvolle und mutige männer, die offen sagen, was sie wollen, was sie sich vorstellen können und was nicht. sie geben der frau alle informationen, damit sie selbst entscheiden kann, ob diese form der nicht-beziehung etwas für sie ist. diese männer setzen auf volle ehrlichkeit um den möglichen preis eine tolle frau zu verlieren. und stehen am ende doch als die machos und *** da...?! das ist nicht einmal mehr paradoxe logik. logik ist hier zu gunsten eines sehr verschobenen bilds von genderrollen über bord geworfen worden. ein bild, in dem frauen immer die opfer sind. ein bild, mit vielleicht auch einem stückchen wahrheit - dem, dass frauen sich selbst zum opfer machen.
ich bin selbst frau. somit spezialistin auf dem gebiet des frau-seins und kann mit aller gewissheit sagen: ich bin kein opfer. ich bin auch nicht primär frau, sondern mensch. ein jemand, der anderen zuhört, versucht zu verstehen, zu lernen und vor allem bemüht ist sie zu respektieren. so wie das mingle-konzept in dieser zeitschrift beschrieben ist, ist das alles aber nicht aufgabe einer frau. frauen können sich selbst ein bild, eine welt und erwartungen konstruieren, die abgehoben sind von jeglicher realität, um dann am ende opfer sein zu können. ich finde es ist nichts schlechtes daran erwartungen zu haben, aber ich finde es ist schlimm, diese erwartungen dem anderen aufzwingen zu wollen, weil man selbst nicht in der lage ist die meinung des anderen zu respektieren.
wenn jemand - egal ob mann oder frau - sagt, er oder sie wolle keine feste beziehung und sei es mit oder ohne begründung, dann gilt es das zu respektieren. es gibt hier nichts zu kritisieren und schon gar nichts zu bekehren. es ist so. der andere hat sich dafür entschieden und seine meinung zählt genauso viel wie die eigene, die vielleicht eine andere ist. wer damit nicht umgehen kann, sollte sich nicht als mingle bezeichnen und sich schon gar nicht auf eine pseudo-mingle-beziehung einlassen. denn das macht das mingle-konzept kaputt und nimmt jenen den spaß, die sich mit dieser idee sehr wohl anfreunden können. ich glaube, wenn beide parts ihre gemeinsam erarbeiteten oder einfach so zustande gekommenen "beziehungsregeln" akzeptieren, kann das eine sehr erfüllende und schöne form der zwischenmenschlichkeit sein. aber sie baut wie alles schöne zwischenmenschliche auf respekt, interesse und zuneigung zum anderen auf. jeder, der sich nicht dazu bereit fühlt, sollte also die finger von diesem beziehungsmodell lassen (sich und dem gegenüber zu liebe), um nicht als opfer zu enden.
und an alle anderen: seid mutig!
frühlingsfreudig,
eure ag
Samstag, 2. März 2013
guten morgen!
ich muss mich momentan sehr viel mit kommunikation beschäftigen - lerne nämlich auf die prüfung "communication and conflict" - und finde, dass nichts momentan besser in einen blog-eintrag passt, als genau dieses thema. keine angst, ich werde nicht im detail auf meine lernunterlagen eingehen. es geht mir viel mehr um ein phänomen, das mir ständig im alltag begegnet.
die aussage: du schaugsch heit (alle abstufungen von "a bissl" bis "voll" oder "aba") miad aus!
erstmal, DANKE! ich finde es super hilfreich, wenn mir kommunikationspartner diese phrase vor die füße werfen. mit meinem ganzen wissen über kommunikation und konflike im hinterkopf, kann ich mir einfach nicht erklären, was man mir damit tag für tag, morgen für morgen (manchmal auch abends oder zur erfrischung auch untertags) sagen will.
okay. ich sehe also müde aus.
möglichkeit 1: ich bin müde. in diesem fall brauche ich diese information durch andere nicht. ich bin müde. das reicht mir an information. ich weiß es ja schon und bin eher nicht so interessiert an der bestätigung des ohnehin schon schlimmen zustands. dass mein gegenüber bemerkt, dass ich müde bin, ist mir dann maximal unangenehm oder einfach nur egal, da ich ja offensichtlich müde bin. in diesem fall: besser einfach gar nicht ansprechen. nicht nur meinen aktuellen äußerlichen zustand, sondern mich als person im gesamten. ich möchte lieber schlafen. sehe ich müde aus, ist das ein zeichen für die außenwelt, dass ich noch im standby-modus bin. bitte in zukunft beachten!
möglichkeit 2: ich sehe nur müde aus, habe aber 8 stunden geschlafen und fühle mich eigentlich ganz fit. in diesem fall ist oben erwähnte aussage vollkommen kontraproduktiv. was wäre eine mögliche antwort? was soll ich darauf sagen? was noch viel wichtiger ist, was will - meistens - mann mir damit sagen? ist das eine aufforderung zur restauration (auftragen von mehr make-up) oder ein unbeholfener gesprächsbeginnversuch zu früher stunde? findet mein gegenüber die frage "hast du gut geschlafen?" zu oldschool und verwendet deswegen obenstehende aussage als moderne fassung und erwartet von mir so etwas wie "ja klar sehe ich müde aus! habe nicht geschlafen. habe lieber zeit mit einer gerade angesagten tätigkeit verbracht (im realen kontext durch beschreibung einer realen tätigkeit ersetzen). schlafen kann ich wenn ich tot bin. habe die zeit genutzt um etwas total lässiges zu tun, weil nur alte leute schlafen und ich bin ja noch jung und hip." falls dem so ist, ist meine aktuelle reaktion auf die aussage wohl eher unangebracht.
möglichkeit 3: ich sehe nicht müde aus, sondern bin nur nicht geschminkt. in diese falle tappen vor allem männer. auf diesem weg möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich euch regelmäßig enttäusche und nicht 3kg make-up an mein gesicht pappe noch bevor ihr aufwacht.
zusammengefasst kann ich sagen, dass es mir nichts ausmachen würde, wenn ich diesen satz nie mehr hören würde. ich finde ihn, in egal welcher situation und egal von wem er kommt, immer unangebracht. es ist nicht so redundant, dass es die beziehung zwischen mir und dem sprecher stabilisiert, sondern ganz in die andere richtung beeinflusst. es hat aber meistens auch keinen informationsgehalt, da ich, egal ob ich mich müde fühle, selber finde, dass ich müde aussehe, geschminkt oder ungeschminkt bin, immer mit dieser aussage konfrontiert werde. somit ist das ganze ziemlich berechenbar, sprich informationsgehalt gleich 0, redundant und hat ausschließlich negative effekte auf die zwischenmenschliche beziehung an sich und meine laune im allgemeinen.
eine heute bereits mit dem satz konfrontierte,
se
die aussage: du schaugsch heit (alle abstufungen von "a bissl" bis "voll" oder "aba") miad aus!
erstmal, DANKE! ich finde es super hilfreich, wenn mir kommunikationspartner diese phrase vor die füße werfen. mit meinem ganzen wissen über kommunikation und konflike im hinterkopf, kann ich mir einfach nicht erklären, was man mir damit tag für tag, morgen für morgen (manchmal auch abends oder zur erfrischung auch untertags) sagen will.
okay. ich sehe also müde aus.
möglichkeit 1: ich bin müde. in diesem fall brauche ich diese information durch andere nicht. ich bin müde. das reicht mir an information. ich weiß es ja schon und bin eher nicht so interessiert an der bestätigung des ohnehin schon schlimmen zustands. dass mein gegenüber bemerkt, dass ich müde bin, ist mir dann maximal unangenehm oder einfach nur egal, da ich ja offensichtlich müde bin. in diesem fall: besser einfach gar nicht ansprechen. nicht nur meinen aktuellen äußerlichen zustand, sondern mich als person im gesamten. ich möchte lieber schlafen. sehe ich müde aus, ist das ein zeichen für die außenwelt, dass ich noch im standby-modus bin. bitte in zukunft beachten!
möglichkeit 2: ich sehe nur müde aus, habe aber 8 stunden geschlafen und fühle mich eigentlich ganz fit. in diesem fall ist oben erwähnte aussage vollkommen kontraproduktiv. was wäre eine mögliche antwort? was soll ich darauf sagen? was noch viel wichtiger ist, was will - meistens - mann mir damit sagen? ist das eine aufforderung zur restauration (auftragen von mehr make-up) oder ein unbeholfener gesprächsbeginnversuch zu früher stunde? findet mein gegenüber die frage "hast du gut geschlafen?" zu oldschool und verwendet deswegen obenstehende aussage als moderne fassung und erwartet von mir so etwas wie "ja klar sehe ich müde aus! habe nicht geschlafen. habe lieber zeit mit einer gerade angesagten tätigkeit verbracht (im realen kontext durch beschreibung einer realen tätigkeit ersetzen). schlafen kann ich wenn ich tot bin. habe die zeit genutzt um etwas total lässiges zu tun, weil nur alte leute schlafen und ich bin ja noch jung und hip." falls dem so ist, ist meine aktuelle reaktion auf die aussage wohl eher unangebracht.
möglichkeit 3: ich sehe nicht müde aus, sondern bin nur nicht geschminkt. in diese falle tappen vor allem männer. auf diesem weg möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich euch regelmäßig enttäusche und nicht 3kg make-up an mein gesicht pappe noch bevor ihr aufwacht.
zusammengefasst kann ich sagen, dass es mir nichts ausmachen würde, wenn ich diesen satz nie mehr hören würde. ich finde ihn, in egal welcher situation und egal von wem er kommt, immer unangebracht. es ist nicht so redundant, dass es die beziehung zwischen mir und dem sprecher stabilisiert, sondern ganz in die andere richtung beeinflusst. es hat aber meistens auch keinen informationsgehalt, da ich, egal ob ich mich müde fühle, selber finde, dass ich müde aussehe, geschminkt oder ungeschminkt bin, immer mit dieser aussage konfrontiert werde. somit ist das ganze ziemlich berechenbar, sprich informationsgehalt gleich 0, redundant und hat ausschließlich negative effekte auf die zwischenmenschliche beziehung an sich und meine laune im allgemeinen.
eine heute bereits mit dem satz konfrontierte,
se
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