... klar, dass das ausgerechnet eine singlefrau behauptet, wird sich so mancher leser jetzt denken... und ja, gewissermaßen ist dieser gedankengang auch gar nicht so falsch... wenn vielleicht auch in einem anderen zusammenhang als man es im ersten moment vermuten würde. ich will diesen gedanken einmal aufzurollen versuchen:
als singlefrau ist man ja doch häufiger als das bei der üblichen beziehungsfrau der fall ist mit den sexuellen qualitäten unterschiedlicher männer konfrontiert. da kann es schon mal vorkommen (und das tut es meistens), dass frau beginnt zu vergleichen, zu analysieren, zu hinterfragen und nicht selten auch sich zu wundern, was sie denn da so in ihrem oder fremden betten erlebt hat. und nicht selten wird in diesen analyseprozess auch eine enge vetraute eingeweiht mit der man dann theorien aufzustellen versucht, weshalb der eine auf einem gewissen gebiet glänzt, während der andere eher von mittelmäßiger begabung gesegnet zu scheint, obwohl sie doch im grunde beide dasselbe machen. und genau in einem solchen analyseverfahren, ist uns aufgefallen, dass es eben in vielen fällen keinen objektiven grund gibt. viel öfter ist das geheimnis des (zwischenzeitlich) besten sex unseres lebens in uns selbst verborgen. denn es sind oft nicht die einzigartigen fähigkeiten unseres bettgefährten, die uns besonderes vergnügen bereiten, sondern unsere einzigartige fähigkeit uns auf dieses vergnügen einzulassen. selbst der mittelmäßigste lover kann durch unsere leidenschaft, unsere hingabe und unsere freude an der sache selbst und ihm zum wahren sexgott werden, während auch der technisch begabteste unter den männern ohne unsere "geistige" unterstützung wohl kaum für immer in der liste unserer best-ofs rangieren wird.
wie so vieles im leben, steht und fällt auch eine ge- oder misslungene liebesnacht (und unsere erinnerung an daran) mit unserem eigenen vermögen uns dafür zu öffnen, voll dabei zu sein und unser bestes zu geben. der beste sex ist der, dem man auch die chance gibt es zu sein und nicht der, bei dem alles in höchster vollendung passiert, makellos und fehlerfrei.
deswegen: lasst uns hand und vor allem geist anlegen an unser liebes(nächtliches)glück, denn wir und unsere liebhaber haben es verdient!
liebe grüße,
eure ag
... am anfang war das wort ...
... am anfang war das wort ...
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
Freitag, 27. April 2012
Freitag, 13. April 2012
ich möchte. erwartungen haben.
nach den osterfeierlichkeiten sind viele von uns mit dem gedanken der erwartung vertraut. sehr viele religiöse feiern sprechen dieses gefühl an. von advent bis ostern geht es oft um das erwarten. die vorfreude, die erwartungen, in personen und gesten. unabhängig dieser spirituellen haltung bin ich in den letzten tagen und wochen sehr oft mit erwartungen, enttäuschten erwartungen und zu enttäuschenden erwartungen konfrontiert worden. erwartungen spielen in zwischenmenschlicher kommunikation immer eine große rolle, aber in letzter zeit habe ich mich von der bedeutung der erwartung beinahe erschlagen gefühlt. von einem wird immer (etwas) erwartet. die eltern, die freunde, neue bekanntschaften, fremde. jeder hat erwartungen an mich. erwartungen, die ich nicht nur nicht immer erfüllen kann, sondern meistens einfach gar nicht erfüllen will. ich bin es leid erwartungen gerecht zu werden. mit dem strom zu schwimmen, regelkonform zu spielen. ich möchte anders sein. ich möchte nach meinen regeln spielen. ich möchte jenseits von erwartungen interesse wecken. ich möchte so vieles.
ja, das sind auch erwartungen. erwartungen, die ich an mein leben habe. sie richten sich an mich und meine lebensgestaltung. an meine wünsche und bedürfnisse. ich würde mich freuen, wenn mich jemand abseits einer bestimmten erwartungshaltung wahrnimmt. ich möchte nicht ausgewählt werden, weil ich in ein vorgefertigtes muster passe. weil ich optisch ansprechend bin, dadurch aber unweigerlich arrogant sein muss. ich möchte vorurteilsfrei wahrgenommen werden. als die, die ich eben bin. manchmal unkonventionell, manchmal wie erwartet.
danach verhalte ich mich auch. ich versuche beziehungen zu definieren und stoße dabei regelmäßig an meine grenzen. ich finde es persönlich sehr schwierig abzuschätzen welche erwartungen an mich gestellt werden und wie weit ich diese überschreiten darf. wie nah darf ich jemandem kommen ohne unsere beziehungsdefinition zu verletzen? ich bin mir oft unsicher. als aktiv handelnder steht einem eine komplexe situation gegenüber, welche kaum zu durchschauen ist, vor allem wenn es um neue bzw. lockere bekanntschaften geht. auf der anderen seite geht es mir als passiv aktive oft so, dass ich versuche mich nach bestimmten normen zu verhalten um gewisse erwartungen zu schaffen. so muss ich abweisend wirken, um keine falschen hoffnungen zu wecken. obwohl ich eventuell großes menschliches interesse an meinem gegenüber habe, aber eben nicht auf der suche nach einer beziehung bin. so geht es vor allem beim ersten kennen lernen und dem herantasten vor allem darum gegenseitige erwartungen zu erfüllen oder zu enttäuschen, normen einzuhalten, regeln zu befolgen. das alles passiert quasi isoliert. dabei wird der andere nicht integriert. man lernt sich dabei eben noch nicht kennen. man steckt nur den spielraum ab. ohne verhandlung. ohne interaktion. nur über gesellschaftlich vermittelte konventionen, welche vielleicht gar nicht zu gewünschten ziel führen bzw. nicht für alle das gleiche bedeuten.
ich bin es leid, diese form des kennen lernens zu zelebrieren. ich möchte menschen kennen lernen. ich möchte sie bitten drei sätze mit nudelsieb zu bilden um den smalltalk umgehen zu können. ich möchte sie und ihr weltbild erfahren. ihr bild von menschen und sich selbst herausfinden. ich möchte mit ihnen interagieren und dabei wird sich dann doch hoffentlich von selbst eine beziehungsdefinition ergeben. durch zuhören und aufmerksames beobachten würde ich wissen woran ich bin, wie weit ich gehen kann und ob diese zwischenmenschliche beziehung zukünftig mehr interesse verdient hat. ich möchte. ich möchte so viel. ich möchte von jemandem gefragt werden ob ich drei sätze mit karotte bilden kann. ich möchte, dass er dadurch herausfindet welcher typ mensch ich bin und nicht nur nach meinem äußeren beurteilt werden. ich möchte, dass wir über belanglose dinge reden können und durch aufmerksames zuhören würde man erkennen, wie das gegenüber gestrickt ist. man könnte dinge ausprobieren. miteinander spielen. spielerisch probieren, wo grenzen sind, wo unangenehme spannungen auftreten und auf welcher ebene man sich gut versteht.
ich möchte. ich möchte jemanden kennenlernen, der sich überraschen lässt und nicht auf nummer sicher geht. jemand der sich nicht hinter erwartungen versteckt. jemand der alles und nichts erwartet. jemand der noch keine vorstellung davon hat wie ich bin. jemand der mich fragt wie ich bin und sich dann ein bild davon macht. jemand der mich nicht zu kennen glaubt, bevor er überhaupt meinen namen weiß. jemand der mutig genug ist, enttäuscht aber auch positiv überrascht zu werden. ich möchte als so kennenlernenswert empfunden werden, dass man auf konventionen verzichtet. ich möchte sicherheit ausstrahlen. so sicher wirken, dass sich jene auch wirklich trauen. ich möchte jene kennen lernen, die nicht auf der suche nach etwas bestimmten sind. sondern jene, die mich kennen lernen wollen, weil ich gerade da bin.
ich erwarte nicht, dass mir so jemand in nächster zeit begegnet. ich wäre bereit zu warten. ein leben lang. das habe ich zumindest vor.
wie die pfadfinder sagen: ich bin allzeit bereit! :) ich lasse mich in jedem fall überraschen!
erwartungslos,
se
ja, das sind auch erwartungen. erwartungen, die ich an mein leben habe. sie richten sich an mich und meine lebensgestaltung. an meine wünsche und bedürfnisse. ich würde mich freuen, wenn mich jemand abseits einer bestimmten erwartungshaltung wahrnimmt. ich möchte nicht ausgewählt werden, weil ich in ein vorgefertigtes muster passe. weil ich optisch ansprechend bin, dadurch aber unweigerlich arrogant sein muss. ich möchte vorurteilsfrei wahrgenommen werden. als die, die ich eben bin. manchmal unkonventionell, manchmal wie erwartet.
danach verhalte ich mich auch. ich versuche beziehungen zu definieren und stoße dabei regelmäßig an meine grenzen. ich finde es persönlich sehr schwierig abzuschätzen welche erwartungen an mich gestellt werden und wie weit ich diese überschreiten darf. wie nah darf ich jemandem kommen ohne unsere beziehungsdefinition zu verletzen? ich bin mir oft unsicher. als aktiv handelnder steht einem eine komplexe situation gegenüber, welche kaum zu durchschauen ist, vor allem wenn es um neue bzw. lockere bekanntschaften geht. auf der anderen seite geht es mir als passiv aktive oft so, dass ich versuche mich nach bestimmten normen zu verhalten um gewisse erwartungen zu schaffen. so muss ich abweisend wirken, um keine falschen hoffnungen zu wecken. obwohl ich eventuell großes menschliches interesse an meinem gegenüber habe, aber eben nicht auf der suche nach einer beziehung bin. so geht es vor allem beim ersten kennen lernen und dem herantasten vor allem darum gegenseitige erwartungen zu erfüllen oder zu enttäuschen, normen einzuhalten, regeln zu befolgen. das alles passiert quasi isoliert. dabei wird der andere nicht integriert. man lernt sich dabei eben noch nicht kennen. man steckt nur den spielraum ab. ohne verhandlung. ohne interaktion. nur über gesellschaftlich vermittelte konventionen, welche vielleicht gar nicht zu gewünschten ziel führen bzw. nicht für alle das gleiche bedeuten.
ich bin es leid, diese form des kennen lernens zu zelebrieren. ich möchte menschen kennen lernen. ich möchte sie bitten drei sätze mit nudelsieb zu bilden um den smalltalk umgehen zu können. ich möchte sie und ihr weltbild erfahren. ihr bild von menschen und sich selbst herausfinden. ich möchte mit ihnen interagieren und dabei wird sich dann doch hoffentlich von selbst eine beziehungsdefinition ergeben. durch zuhören und aufmerksames beobachten würde ich wissen woran ich bin, wie weit ich gehen kann und ob diese zwischenmenschliche beziehung zukünftig mehr interesse verdient hat. ich möchte. ich möchte so viel. ich möchte von jemandem gefragt werden ob ich drei sätze mit karotte bilden kann. ich möchte, dass er dadurch herausfindet welcher typ mensch ich bin und nicht nur nach meinem äußeren beurteilt werden. ich möchte, dass wir über belanglose dinge reden können und durch aufmerksames zuhören würde man erkennen, wie das gegenüber gestrickt ist. man könnte dinge ausprobieren. miteinander spielen. spielerisch probieren, wo grenzen sind, wo unangenehme spannungen auftreten und auf welcher ebene man sich gut versteht.
ich möchte. ich möchte jemanden kennenlernen, der sich überraschen lässt und nicht auf nummer sicher geht. jemand der sich nicht hinter erwartungen versteckt. jemand der alles und nichts erwartet. jemand der noch keine vorstellung davon hat wie ich bin. jemand der mich fragt wie ich bin und sich dann ein bild davon macht. jemand der mich nicht zu kennen glaubt, bevor er überhaupt meinen namen weiß. jemand der mutig genug ist, enttäuscht aber auch positiv überrascht zu werden. ich möchte als so kennenlernenswert empfunden werden, dass man auf konventionen verzichtet. ich möchte sicherheit ausstrahlen. so sicher wirken, dass sich jene auch wirklich trauen. ich möchte jene kennen lernen, die nicht auf der suche nach etwas bestimmten sind. sondern jene, die mich kennen lernen wollen, weil ich gerade da bin.
ich erwarte nicht, dass mir so jemand in nächster zeit begegnet. ich wäre bereit zu warten. ein leben lang. das habe ich zumindest vor.
wie die pfadfinder sagen: ich bin allzeit bereit! :) ich lasse mich in jedem fall überraschen!
erwartungslos,
se
Donnerstag, 5. April 2012
neue ufer
manchmal braucht es unseren ganzen mut, damit wir zu neuen ufern aufbrechen, von denen wir nicht einmal sicher wissen, dass es sie gibt...
und manchmal ist es einfach der entschluss zu fliegen.
und manchmal ist es einfach der entschluss zu fliegen.
Sonntag, 25. März 2012
etwas, das bleibt
es gibt so viel, das sich ändert. es gibt so vieles, das schnell vergeht. es gibt so vieles, das nur kommt, um zu gehen und es gibt so vieles, das im heute nicht mehr das ist, was es gestern noch war. und vieles von dem, was sich wandelt, besteht aus gefühl. das, was uns heute noch ärgert, ist uns morgen schon egal. das, was uns gestern noch verletzt hat, macht uns heute stärker. das, von dem wir dachten, dass es uns nie passiert, ist, wenn es dann doch passiert, schon alltag. faszinationen werden zur routine, ängste zu stärken, freuden zu zweifeln und in all diesem trubel gibt es doch etwas, das scheinbar nicht vergeht: anziehung.
anziehung - das sich-von-jemanden-"angesprochen"-fühlen, das dem-anderen-näher-kommen-wollen, der gefällt-mir-button des realen lebens. anziehung ist nicht liebe, ist nicht vertrauen, ist nicht altbekanntes, oder prickelnd neues. anziehung ist ein gefühl, das einen irgendwie "weich" macht, ein bisschen zugänglicher, ein stückchen mehr offen oder aufmerksam und manchmal auch einfach nur mutig. anziehung ist eine seltsame mischung, die sich nicht ergründen, und sich wahrscheinlich gerade deshalb selten vertreiben lässt.
viel zu oft ist mir schon aufgefallen, dass mir die personen, die mir schon vor jahren gefallen haben, auch heute noch gefallen. es mögen lebensabschnitte, beziehungen, neue denkweisen und lebensperspektive dazwischen liegen, und trotzdem bleibt dieses gefühl der hingezogenheit sehr oft bestehen oder viel mehr: es wird bei einer begegnung reaktiviert. es ist irgendwie eigenartig, dass sich dieses gefühl nicht abschalten lässt oder sich zumindest über die zeit hinweg abnutzt. anziehung scheint in vielen fällen robust zu sein gegen zeit und veränderung. sie wartet offenbar geduldig und still irgendwo im hintergrund auf ihre gelegenheit. anziehung erscheint mir gerade deshalb als etwas schönes, weil sie so frei von jeden bedingungen ist. sie ist keine penible erbsenzählerin, sondern eine treue gefährtin, die uns sachte darauf hinweist, dass sich die chemie zwischen zwei menschen meist auch über die zeit hinweg nicht verändert. anziehung ist wohl auch etwas, das keine routine kennt. sie ist etwas, das das altbekannte immer wieder neu erstrahlen lässt und sie etwas, das bleibt.
ein hoch auf die anziehung,
eure ag
anziehung - das sich-von-jemanden-"angesprochen"-fühlen, das dem-anderen-näher-kommen-wollen, der gefällt-mir-button des realen lebens. anziehung ist nicht liebe, ist nicht vertrauen, ist nicht altbekanntes, oder prickelnd neues. anziehung ist ein gefühl, das einen irgendwie "weich" macht, ein bisschen zugänglicher, ein stückchen mehr offen oder aufmerksam und manchmal auch einfach nur mutig. anziehung ist eine seltsame mischung, die sich nicht ergründen, und sich wahrscheinlich gerade deshalb selten vertreiben lässt.
viel zu oft ist mir schon aufgefallen, dass mir die personen, die mir schon vor jahren gefallen haben, auch heute noch gefallen. es mögen lebensabschnitte, beziehungen, neue denkweisen und lebensperspektive dazwischen liegen, und trotzdem bleibt dieses gefühl der hingezogenheit sehr oft bestehen oder viel mehr: es wird bei einer begegnung reaktiviert. es ist irgendwie eigenartig, dass sich dieses gefühl nicht abschalten lässt oder sich zumindest über die zeit hinweg abnutzt. anziehung scheint in vielen fällen robust zu sein gegen zeit und veränderung. sie wartet offenbar geduldig und still irgendwo im hintergrund auf ihre gelegenheit. anziehung erscheint mir gerade deshalb als etwas schönes, weil sie so frei von jeden bedingungen ist. sie ist keine penible erbsenzählerin, sondern eine treue gefährtin, die uns sachte darauf hinweist, dass sich die chemie zwischen zwei menschen meist auch über die zeit hinweg nicht verändert. anziehung ist wohl auch etwas, das keine routine kennt. sie ist etwas, das das altbekannte immer wieder neu erstrahlen lässt und sie etwas, das bleibt.
ein hoch auf die anziehung,
eure ag
Samstag, 17. März 2012
Freitag, 9. März 2012
konzentrische freundeskreise
hätte ich facebook und würde facebook eine chronik meines lebens erstellen, so würde in dieser chronik wohl auch aufscheinen, zu welcher zeit ich mit wem befreundet war. unglücklicherweise hat sich facebook aber noch nicht die mühe gemacht trotz meiner nicht-mitgliedschaft für mich eine chronik zu erstellen. aber auch wenn ich noch hoffnung habe, dass es eines tages doch noch passiert, so habe ich beschlossen mich meiner eigenen erinnerungen zu bedienen und mal eine kleine rückschau vorzunehmen.
in der ersten übersicht über meine aktuelle freundeslage kann ich eines ganz klar feststellen: meine freunde bilden in jedem fall keinen kreis. die letzte erinnerung, die ich an eine art freundeskreis habe, liegt mittlerweile gute 7 Jahre zurück und war zu schulzeiten, zu hochzeiten der pubertät, als cliquen das a und o des sozialen überlebens waren. alles was danach kam, lässt sich viel schwerer kategorisieren. wenn man so will war von da an das hauptmerkmal meiner freundschaften "flexibilität" geprägt von meistens einer konstante (eine namentliche erwähnung scheint mir nicht von nöten). mit zunehmendem alter stieg auch die zugängliche bandbreite an potenziellen freunden und da begann die organisation der "konzentrischen freundeskreise" wie ich sie gerne nennen möchte. unter konzentrischen freundeskreisen verstehe ich nicht unbedingt viele verschiedene freundeskreise zu haben, sondern eher das merkmal, dass man zu unterschiedlichen zeiten unterschiedliche freunde zu seinem zentrum macht, ohne dabei notwendigerweise die anderen zu verlieren. wenn man mich heute fragt, wer denn meine freunde sind, so fällt es mir (unabhängig von definitionsproblematiken) relativ schwer bestimmte namen zu nennen. das liegt aber weniger daran, dass ich niemanden leiden kann oder ein sozial vollkommen isoliertes dasein führe, als daran, dass sich meine freundschaftlichen zentren sehr oft verschieben. so sieht die liste meiner aktuellen freunde, gemessen an der interaktion, wohl vollkommen anders aus als noch vor einem jahr, und diese wiederum vollkommen anders, als die vor zwei jahren. trotzdem würde ich relativ viele leute als meine freunde bezeichnen zu denen ich im moment wenig bis keinen kontakt habe. und das liegt vermutlich daran, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sich mein zentrum irgendwann wieder hin zu ihnen verschiebt und ich weiß, dass wir uns gut verstehen, auch wenn wir im augenblick vielleicht gerade nicht die zeit oder motivation haben unsere leben zu verknüpfen. das mag jetzt für den/die ein/en oder andere/n befremdlich klingen, aber ich sehe diese form der freundschaftsorganisation durchaus positiv. denn ich denke, es ist nicht zeichen eines bösartigen freundschaftsopportunismus, der so eine form überhaupt erst möglich macht, sondern zeichen eines vertrauensvollen miteinander. denn letztlich baut so eine art der freundschaft darauf auf, dass man sich in irgendeiner form gedanklich "treu" bleibt, auch wenn man augenblicklich an der oberfläche nichts davon zu bemerken ist. und wenn ich es genau betrachte, gibt es doch einige menschen, mit denen ich genau diese art der freundschaft mittlerweile schon über viele jahre pflege und denen ich mich so verbunden und nahe fühle. genau weil man auch schon sehr intensive phasen miteinander erlebt hat und man so viele erinnerungen teilt, haben diese freundschaften etwas sehr stabiles. auch wenn ich im moment nicht von jedem einzelnen weiß, was er letztes wochenende gemacht hat und welchen lieblingssong er oder sie aktuell hat, so habe sind diese personen doch etwas ganz besonderes für mich. sie haben, so schmalzig das auch klingt, eine besonderen platz in meinem herzen und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie diesen jemals wieder verlieren. und das auch dann nicht, wenn wir uns vielleicht zehn jahre nicht sehen würden. leute, denen ich in meinem leben einmal einen gewissen platz eingeräumt habe, verlieren diesen auch normalerweiser nie wieder. denn in mir bleibt immer dieses gefühl der verbundenheit, die erinnerung an das gemeinsame, das man erlebt hat und diese gewisse etwas, diese besondere wertschätzung des anderen, weil man weiß wie es ist, sich eine welt zu teilen. und am schönsten ist das gefühl, wenn man dann wieder einsteigt in das erleben dieser gemeinsamen welt und die freude, die man verspürt, wenn man wieder merkt wie einfach es ist wieder in diese welt einzusteigen.
letztendlich bin ich jetzt doch dankbar, dass sich nicht facebook daran versucht hat, meine freundeskonstellationen zu (re)konstruieren. denn selbst die beste chronik könnte nicht darstellen, wie dankbar ich bin für jede/n, der mit mir ein stückchen lebensweg zurückgelegt hat und hoffentlich noch zurücklegen wird. ich könnte und würde nicht werten wollen, wer in meinem leben auf welcher wichtigkeitsstufe steht, denn auch wenn ich am liebstem im jetzt und heute lebe, so ist es doch die vergangenheit, die mich ausmacht. und diese vergangenheit besteht zu einem großen teil aus denen, die um mich waren, sind und bleiben, auf welche weise auch immer. ich möchte also nichts anderes sagen als: danke für euch freunde, die vertrauen, die genießen, die da sind, die gehen, die wiederkommen, die auf reisen gehen, die sich im chaos verlieren oder in der ordnung, die die sonne lieben oder den schnee und alle die, die mir ein gutes gefühl gegeben haben, einfach nur, weil sie sind wie sie sind. danke euch, denn ihr bleibt!
eure ag
in der ersten übersicht über meine aktuelle freundeslage kann ich eines ganz klar feststellen: meine freunde bilden in jedem fall keinen kreis. die letzte erinnerung, die ich an eine art freundeskreis habe, liegt mittlerweile gute 7 Jahre zurück und war zu schulzeiten, zu hochzeiten der pubertät, als cliquen das a und o des sozialen überlebens waren. alles was danach kam, lässt sich viel schwerer kategorisieren. wenn man so will war von da an das hauptmerkmal meiner freundschaften "flexibilität" geprägt von meistens einer konstante (eine namentliche erwähnung scheint mir nicht von nöten). mit zunehmendem alter stieg auch die zugängliche bandbreite an potenziellen freunden und da begann die organisation der "konzentrischen freundeskreise" wie ich sie gerne nennen möchte. unter konzentrischen freundeskreisen verstehe ich nicht unbedingt viele verschiedene freundeskreise zu haben, sondern eher das merkmal, dass man zu unterschiedlichen zeiten unterschiedliche freunde zu seinem zentrum macht, ohne dabei notwendigerweise die anderen zu verlieren. wenn man mich heute fragt, wer denn meine freunde sind, so fällt es mir (unabhängig von definitionsproblematiken) relativ schwer bestimmte namen zu nennen. das liegt aber weniger daran, dass ich niemanden leiden kann oder ein sozial vollkommen isoliertes dasein führe, als daran, dass sich meine freundschaftlichen zentren sehr oft verschieben. so sieht die liste meiner aktuellen freunde, gemessen an der interaktion, wohl vollkommen anders aus als noch vor einem jahr, und diese wiederum vollkommen anders, als die vor zwei jahren. trotzdem würde ich relativ viele leute als meine freunde bezeichnen zu denen ich im moment wenig bis keinen kontakt habe. und das liegt vermutlich daran, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass sich mein zentrum irgendwann wieder hin zu ihnen verschiebt und ich weiß, dass wir uns gut verstehen, auch wenn wir im augenblick vielleicht gerade nicht die zeit oder motivation haben unsere leben zu verknüpfen. das mag jetzt für den/die ein/en oder andere/n befremdlich klingen, aber ich sehe diese form der freundschaftsorganisation durchaus positiv. denn ich denke, es ist nicht zeichen eines bösartigen freundschaftsopportunismus, der so eine form überhaupt erst möglich macht, sondern zeichen eines vertrauensvollen miteinander. denn letztlich baut so eine art der freundschaft darauf auf, dass man sich in irgendeiner form gedanklich "treu" bleibt, auch wenn man augenblicklich an der oberfläche nichts davon zu bemerken ist. und wenn ich es genau betrachte, gibt es doch einige menschen, mit denen ich genau diese art der freundschaft mittlerweile schon über viele jahre pflege und denen ich mich so verbunden und nahe fühle. genau weil man auch schon sehr intensive phasen miteinander erlebt hat und man so viele erinnerungen teilt, haben diese freundschaften etwas sehr stabiles. auch wenn ich im moment nicht von jedem einzelnen weiß, was er letztes wochenende gemacht hat und welchen lieblingssong er oder sie aktuell hat, so habe sind diese personen doch etwas ganz besonderes für mich. sie haben, so schmalzig das auch klingt, eine besonderen platz in meinem herzen und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie diesen jemals wieder verlieren. und das auch dann nicht, wenn wir uns vielleicht zehn jahre nicht sehen würden. leute, denen ich in meinem leben einmal einen gewissen platz eingeräumt habe, verlieren diesen auch normalerweiser nie wieder. denn in mir bleibt immer dieses gefühl der verbundenheit, die erinnerung an das gemeinsame, das man erlebt hat und diese gewisse etwas, diese besondere wertschätzung des anderen, weil man weiß wie es ist, sich eine welt zu teilen. und am schönsten ist das gefühl, wenn man dann wieder einsteigt in das erleben dieser gemeinsamen welt und die freude, die man verspürt, wenn man wieder merkt wie einfach es ist wieder in diese welt einzusteigen.
letztendlich bin ich jetzt doch dankbar, dass sich nicht facebook daran versucht hat, meine freundeskonstellationen zu (re)konstruieren. denn selbst die beste chronik könnte nicht darstellen, wie dankbar ich bin für jede/n, der mit mir ein stückchen lebensweg zurückgelegt hat und hoffentlich noch zurücklegen wird. ich könnte und würde nicht werten wollen, wer in meinem leben auf welcher wichtigkeitsstufe steht, denn auch wenn ich am liebstem im jetzt und heute lebe, so ist es doch die vergangenheit, die mich ausmacht. und diese vergangenheit besteht zu einem großen teil aus denen, die um mich waren, sind und bleiben, auf welche weise auch immer. ich möchte also nichts anderes sagen als: danke für euch freunde, die vertrauen, die genießen, die da sind, die gehen, die wiederkommen, die auf reisen gehen, die sich im chaos verlieren oder in der ordnung, die die sonne lieben oder den schnee und alle die, die mir ein gutes gefühl gegeben haben, einfach nur, weil sie sind wie sie sind. danke euch, denn ihr bleibt!
eure ag
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