... am anfang war das wort ...
... am anfang war das wort ...
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
...WORT ...
hallo erst mal!
heute werden wir blog-technisch entjungfert und alle dürfen zusehn. wir hoffen es tut nicht so weh =D
ähm. also. eigentlich. wir wollen. also irgendwie. oder doch nicht. ganz eigentlich gehts uns nur ums bloggen, weil wir lustige ideen haben und sie gerne mit euch allen teilen wollen. wir mussten diesen weg einschlagen, da wir im reallife wenig erfolg damit hatten. es steht jedem frei jetzt zu gehen, uns anregungen zu übermitteln, oder still vor sich hin zu lachen. wir freuen uns über jeden, der die welt durch unsere augen sieht und alle, die mit uns eine neue stylische brille aussuchen gehen möchten.
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Sonntag, 23. Dezember 2012
besinnlichkeit
besinnlichkeit, darum geht es im advent, zu weihnachten und über die weihnachtsfeiertage. besinnlichkeit entsteht aus der ruhe. aus der entspannung des körpers und dem erwachen des geistes. besinnlichkeit ist mehr als nur eine kerze anzuzünden und ein weihnachtslied zu singen. besinnlichkeit meint so vieles, enthält so vieles: sinn, sinnlich, die sinne. es heißt sinn zu suchen oder ihn zu entdecken, ihn wertzuschätzen. es heißt mit allen sinnen offen zu sein für seine umwelt, den augenblick und das gefühl.
ich bin gerade vorhin in diese sinnlichkeit eingetaucht und habe ein gefühl in mir entdeckt, das wohl der kern der besinnlichkeit ist: die dankbarkeit. mit der ruhe, den gedanken und der entspannung kam die dankbarkeit für so vieles, aber vor allem für die menschen, die um mich sind. ich bin so dankbar, so viel zuneigung, anerkennung, hilfe und freude von anderen geschenkt zu bekommen. geschenke, für die ich nicht "arbeiten" muss, sondern die einfach da sind, von sich aus. die nach keiner erwiderung verlangen, aber so viel kraft in einem aktivieren, dass man sie am liebsten in hundertfacher größe zurückgeben möchte. ich bin so dankbar, so viel mehr zu bekommen, als ich erwarten dürfte. und ich bin so dankbar, so viele tolle menschen kennen zu dürfen, die mein leben unbezahlbar bereichern. jeder auf seine weise. jeder in anderem umfang. und nicht jeder mit dem wissen darüber, wieviel er mir gibt.
doch jeder von ihnen lädt mich ein, so zu sein wie ich bin und gibt mir den mut, so zu werden, wie ich sein will. denn ohne das eine wäre das andere nicht möglich. und auch wenn man jetzt vielleicht irgendwo ein "aber" erwarten würde, so gibt es keines. ich bin dankbar. dankbarkeit sucht nicht nach perfektion, sondern sieht das glück. und glück kennt kein aber.
danke euch,
eure ag
ich bin gerade vorhin in diese sinnlichkeit eingetaucht und habe ein gefühl in mir entdeckt, das wohl der kern der besinnlichkeit ist: die dankbarkeit. mit der ruhe, den gedanken und der entspannung kam die dankbarkeit für so vieles, aber vor allem für die menschen, die um mich sind. ich bin so dankbar, so viel zuneigung, anerkennung, hilfe und freude von anderen geschenkt zu bekommen. geschenke, für die ich nicht "arbeiten" muss, sondern die einfach da sind, von sich aus. die nach keiner erwiderung verlangen, aber so viel kraft in einem aktivieren, dass man sie am liebsten in hundertfacher größe zurückgeben möchte. ich bin so dankbar, so viel mehr zu bekommen, als ich erwarten dürfte. und ich bin so dankbar, so viele tolle menschen kennen zu dürfen, die mein leben unbezahlbar bereichern. jeder auf seine weise. jeder in anderem umfang. und nicht jeder mit dem wissen darüber, wieviel er mir gibt.
doch jeder von ihnen lädt mich ein, so zu sein wie ich bin und gibt mir den mut, so zu werden, wie ich sein will. denn ohne das eine wäre das andere nicht möglich. und auch wenn man jetzt vielleicht irgendwo ein "aber" erwarten würde, so gibt es keines. ich bin dankbar. dankbarkeit sucht nicht nach perfektion, sondern sieht das glück. und glück kennt kein aber.
danke euch,
eure ag
Sonntag, 16. Dezember 2012
Schauma mal, dann wer ma schon sehen
Daniel Glattauer: Wir schauen (II)
Der Österreicher schaut gern, denn schauen strengt
nicht an. Der Schauende will ja nichts sehen oder
gar erkennen, er will sich nur mit offenen Augen irgend-
wo festhalten, um geistig auszuruhen.
Noch lieber und öfter als er schaut, kündigt der Ös-
terreicher sein Schauen an. Er sagt: »Schau ma!« Es ist
dies die höchste Steigerungsstufe österreichischer Un-
verbindlichkeit. Sie deutet an: Ich werde mich darum
kümmern. Und sie bedeutet: Ich werde mich nicht dar-
um kümmern.
Um letzte Zweifel zu zerstreuen, sagt man auch gern:
»Schau ma amal.« Es bedeutet: Wenn ich mich einmal
nicht darum kümmere, werde ich mich nie darum küm-
mern.
Wem »Wer ma schauen« (Ich werde erst später begin-
nen, mich nicht darum zu kümmern) und »Wer ma schon
schauen« (Ich kann gar nicht früh genug beginnen, mich
nicht darum zu kümmern) noch immer nicht eindeutig
genug ist, der wähle: »Schau ma amal, dann wer ma
schon sehen.« Es bedeutet: Da ich mich nicht darum
kümmern werde, wird sich wohl ein anderer darum küm-
mern müssen. Dem anderen bleibt zur Klarstellung dann
nur noch: »Wer ma amal sehen, dann wer ma schon
schauen.«
in: GLATTAUER, DANIEL: Schauma mal. Kolumnen aus dem Alltag. Deuticke Verlag, Wien 2009. S.12
Der Österreicher schaut gern, denn schauen strengt
nicht an. Der Schauende will ja nichts sehen oder
gar erkennen, er will sich nur mit offenen Augen irgend-
wo festhalten, um geistig auszuruhen.
Noch lieber und öfter als er schaut, kündigt der Ös-
terreicher sein Schauen an. Er sagt: »Schau ma!« Es ist
dies die höchste Steigerungsstufe österreichischer Un-
verbindlichkeit. Sie deutet an: Ich werde mich darum
kümmern. Und sie bedeutet: Ich werde mich nicht dar-
um kümmern.
Um letzte Zweifel zu zerstreuen, sagt man auch gern:
»Schau ma amal.« Es bedeutet: Wenn ich mich einmal
nicht darum kümmere, werde ich mich nie darum küm-
mern.
Wem »Wer ma schauen« (Ich werde erst später begin-
nen, mich nicht darum zu kümmern) und »Wer ma schon
schauen« (Ich kann gar nicht früh genug beginnen, mich
nicht darum zu kümmern) noch immer nicht eindeutig
genug ist, der wähle: »Schau ma amal, dann wer ma
schon sehen.« Es bedeutet: Da ich mich nicht darum
kümmern werde, wird sich wohl ein anderer darum küm-
mern müssen. Dem anderen bleibt zur Klarstellung dann
nur noch: »Wer ma amal sehen, dann wer ma schon
schauen.«
in: GLATTAUER, DANIEL: Schauma mal. Kolumnen aus dem Alltag. Deuticke Verlag, Wien 2009. S.12
Montag, 10. Dezember 2012
to be with you...
weißer schnee fällt auf weißen grund. warmes licht strahlt aus den fenstern. geräusche schneegedämpft. nur das knirschen der sohlen im frischen schnee zu hören. drinnen ist es wohl warm. hier draußen kann man den atem in wolken verschwinden sehen. ich bin hier. glücklich. und sehnsüchtig irgendwie, nach dir. und es stellt sich mir die frage, wer denn du eigentlich bist. ob es dich in meinem leben schon gibt, ob ich dich schon kenne, noch kennen lernen werde, oder ob wir uns nie finden werden.
ich stapfe durch den schnee und wünsche mir irgendwie, dass du da wärst. und ich mir fällt auf, dass es wirklich du sein müsstest und kein anderer, weil nur du den moment vervollständigen würdest. doch ich gehe alleine. nicht hand in hand mit dir. und doch bin ich glücklich. irgendwie. ein schöner moment. schöne sehnsucht. in der gewissheit, dass ich dich lieben könnte für immer, wenn du an meiner seite wärst. alles andere ist egal. ich vergesse mich in zeit und raum, in der schönheit des augenblicks und in der sicherheit, dass liebe nicht nur besteht, wenn jemand unsre hand hält.
und weil sehnsucht aus musik gemacht ist: adore you
schneedurchstöbert,
eure ag
ich stapfe durch den schnee und wünsche mir irgendwie, dass du da wärst. und ich mir fällt auf, dass es wirklich du sein müsstest und kein anderer, weil nur du den moment vervollständigen würdest. doch ich gehe alleine. nicht hand in hand mit dir. und doch bin ich glücklich. irgendwie. ein schöner moment. schöne sehnsucht. in der gewissheit, dass ich dich lieben könnte für immer, wenn du an meiner seite wärst. alles andere ist egal. ich vergesse mich in zeit und raum, in der schönheit des augenblicks und in der sicherheit, dass liebe nicht nur besteht, wenn jemand unsre hand hält.
und weil sehnsucht aus musik gemacht ist: adore you
schneedurchstöbert,
eure ag
Donnerstag, 6. Dezember 2012
zu weit gegangen sein
manchmal wünscht man sich dorthin zurück, wo noch alles richtig war. doch viel zu oft geht man gar nicht bis dorthin, wo "richtig" eigentlich beginnt.
why am i the one
why am i the one
Mittwoch, 14. November 2012
finden
ich finde, du findest, er/sie/es findet, wir finden - uns.
immer mal wieder begegnet uns etwas oder jemand und plötzlich, oder schleichend, entdecken wir, dass wir etwas gefunden haben. finden ist nicht immer das resultat von suchen. finden ist manchmal resultat des glücks. und das größte glück ist, wenn wir durch das, was wir finden, uns selbst finden oder zumindest ein stückchen mehr wir selbst werden.
manchmal ist dieses gefundene ein buch, manchmal eine begegnung, eine person, ein gefühl, ein ort, ein gedicht, ein lied, ein zeichen. und manchmal spüren wir, dass genau dieses "etwas" das potenzial hat uns dazu zu verhelfen unseren horizont zu erweitern, über uns selbst zu lernen, uns und andere besser zu verstehen, vertrauen zu schöpfen oder einfach nur für ein paar momente glücklich zu sein. ich glaube, dass uns dieses finden im alltag viel öfter begegnet als wir es wahrnehmen, weil wir zwischen zähneputzen, mails checken, lernstress und yogakurs übersehen, dass oft der weg der finderlohn für unsere mühen ist. der weg vom bad in die küche, auf dem uns ein foto ins auge fällt, das uns an die letzte geburtstagsparty der besten freundin erinnert. der weg von der wohnung auf die uni oder zur arbeit, wo wir zufällig in der playlist ein lied entdecken, das wir schon seit langem nicht mehr gehört haben, und das uns so sehr gefällt. der weg vorbei an der buchhandlung, wo uns ein buch entgegen lacht, das wir einfach mitnehmen müssen. oder der weg vorbei an einer person, die wir schon seit langem kennen, aber einfach nie die gelegenheit (und den mut) hatten, sie näher kennen zu lernen.
ja - manchmal ist auch der weg vorbei an etwas, sowas wie ein finden. denn manchmal finden wir dadurch löcher und fehler in unseren täglichen verhaltensmustern, die uns die möglichkeit eröffnen neue wege zu gehen, die nicht am anderen, am schönen, am bereichernden, am spannenden, am erholsamen vorbei sondern auf ihn/es zu führen.
und an tagen, an denen ich dieses finden erlebe und wahrnehme, kann ich nicht umhin unglaublich dankbar zu sein. und an solchen tagen, kann ich auch nicht umhin, mich zu erfreuen, wenn ich beobachte, wie andere finden. denn es gibt nicht schöneres als zu sehen, wie augen leuchten, wenn jemand ein steinchen für das mosaik seines lebens gefunden hat, von dem er in diesem moment überzeugt ist, dass dies das schönste steinchen von allen ist. und auch das wissen, dass diese überzeugung auch beim nächsten steinchen mit gleicher stärke wieder in ihm erwachen wird.
erfunden,
eure ag
immer mal wieder begegnet uns etwas oder jemand und plötzlich, oder schleichend, entdecken wir, dass wir etwas gefunden haben. finden ist nicht immer das resultat von suchen. finden ist manchmal resultat des glücks. und das größte glück ist, wenn wir durch das, was wir finden, uns selbst finden oder zumindest ein stückchen mehr wir selbst werden.
manchmal ist dieses gefundene ein buch, manchmal eine begegnung, eine person, ein gefühl, ein ort, ein gedicht, ein lied, ein zeichen. und manchmal spüren wir, dass genau dieses "etwas" das potenzial hat uns dazu zu verhelfen unseren horizont zu erweitern, über uns selbst zu lernen, uns und andere besser zu verstehen, vertrauen zu schöpfen oder einfach nur für ein paar momente glücklich zu sein. ich glaube, dass uns dieses finden im alltag viel öfter begegnet als wir es wahrnehmen, weil wir zwischen zähneputzen, mails checken, lernstress und yogakurs übersehen, dass oft der weg der finderlohn für unsere mühen ist. der weg vom bad in die küche, auf dem uns ein foto ins auge fällt, das uns an die letzte geburtstagsparty der besten freundin erinnert. der weg von der wohnung auf die uni oder zur arbeit, wo wir zufällig in der playlist ein lied entdecken, das wir schon seit langem nicht mehr gehört haben, und das uns so sehr gefällt. der weg vorbei an der buchhandlung, wo uns ein buch entgegen lacht, das wir einfach mitnehmen müssen. oder der weg vorbei an einer person, die wir schon seit langem kennen, aber einfach nie die gelegenheit (und den mut) hatten, sie näher kennen zu lernen.
ja - manchmal ist auch der weg vorbei an etwas, sowas wie ein finden. denn manchmal finden wir dadurch löcher und fehler in unseren täglichen verhaltensmustern, die uns die möglichkeit eröffnen neue wege zu gehen, die nicht am anderen, am schönen, am bereichernden, am spannenden, am erholsamen vorbei sondern auf ihn/es zu führen.
und an tagen, an denen ich dieses finden erlebe und wahrnehme, kann ich nicht umhin unglaublich dankbar zu sein. und an solchen tagen, kann ich auch nicht umhin, mich zu erfreuen, wenn ich beobachte, wie andere finden. denn es gibt nicht schöneres als zu sehen, wie augen leuchten, wenn jemand ein steinchen für das mosaik seines lebens gefunden hat, von dem er in diesem moment überzeugt ist, dass dies das schönste steinchen von allen ist. und auch das wissen, dass diese überzeugung auch beim nächsten steinchen mit gleicher stärke wieder in ihm erwachen wird.
erfunden,
eure ag
Samstag, 3. November 2012
no emotions, please
no emotions, please. manchmal kommt es mir vor als wäre das das motto unserer zeit. besonders dann, wenn es um vermeintlich "einfache" beziehungen geht. nur nicht zu viel gefühl zeigen, weil gefühl macht alles kompliziert, so der allgemeine konsens... aber stimmt das wirklich?
ist eine einfache beziehung, die eben deshalb einfach ist, weil sie zu viele verknüpfungen meidet, deshalb einfacher, weil keine oder nur ein begrenzter umfang an emotionen erlaubt sind? ist ein one-night-stand dann einfacher, wenn kein gefühl dabei entsteht? ist eine friends-with-benefits-beziehung oder eine freundschaftliche kumpelbeziehung dann einfacher, wenn gefühle nur einen sehr klar umgrenzten rahmen positiver wie negativer emotionen haben?
vielleicht wäre es so, wenn menschen wirklich einschränken könnten (und das auch immer wollten), was sie wann, wie und wie stark empfinden. doch ich glaube es ist ein fataler irrtum zu denken, dass gefühle nur in engen beziehungen platz haben dürfen. und ich glaub es ist ein noch fatalerer fehler angst davor zu haben, dass gefühle auch in solchen einfacheren beziehungen entstehen könnten. ich spreche hier nicht von den klassischen hollywood-gefühlen, wie dem gefühl, dass jemand "the one" sein könnte, oder dem gefühl der sich verzehrenden und vielleicht unerfüllten liebe. ich meine hier die gefühle des alltags, die von stolz über freude, leidenschaft und zuneigung, glück, zufriedenheit, neid, angst, eifersucht und überforderung alles abdecken können und die einfach da sind, ob wir es wollen oder nicht.
und eigentlich finde ich, wir sollten viel öfter wollen, dass sie da sind. und wir sollten ihnen viel öfter und "in jeder beziehung" mehr raum geben. auch das verlangt eine gewisse form von mut. gefühle zu zeigen ist mutig, weil man dem anderen etwas anvertraut. und gefühle "zu empfangen" heißt mutig sein diese ehrlichkeit aufzunehmen und mit ehrlichkeit zu erwidern, d.h. sich auch seinen eigenen gefühlen dazu zu stellen. ich denke, dass das so wichtig ist, weil gerade die zur schau getragene "gefühllosigkeit" oft verwirrung verursacht, weil der andere für einen undurchsichtig bleibt. und auch wenn wir zu manchen menschen keine engen verknüpfungen haben, so sollte es doch auch unser ziel sein, dass die beziehung zu ihnen, sofern sie uns am herzen liegt, auch ihre maximale qualität erreicht. ich glaube gefühle sind es, die unseren beziehung ihre qualität verleihen. und ich glaube sind gefühle, die unsere beziehungen beleben, sie menschlich machen und ihnen "das gewisse etwas" einhauchen.
befühlt,
eure ag
why
ist eine einfache beziehung, die eben deshalb einfach ist, weil sie zu viele verknüpfungen meidet, deshalb einfacher, weil keine oder nur ein begrenzter umfang an emotionen erlaubt sind? ist ein one-night-stand dann einfacher, wenn kein gefühl dabei entsteht? ist eine friends-with-benefits-beziehung oder eine freundschaftliche kumpelbeziehung dann einfacher, wenn gefühle nur einen sehr klar umgrenzten rahmen positiver wie negativer emotionen haben?
vielleicht wäre es so, wenn menschen wirklich einschränken könnten (und das auch immer wollten), was sie wann, wie und wie stark empfinden. doch ich glaube es ist ein fataler irrtum zu denken, dass gefühle nur in engen beziehungen platz haben dürfen. und ich glaub es ist ein noch fatalerer fehler angst davor zu haben, dass gefühle auch in solchen einfacheren beziehungen entstehen könnten. ich spreche hier nicht von den klassischen hollywood-gefühlen, wie dem gefühl, dass jemand "the one" sein könnte, oder dem gefühl der sich verzehrenden und vielleicht unerfüllten liebe. ich meine hier die gefühle des alltags, die von stolz über freude, leidenschaft und zuneigung, glück, zufriedenheit, neid, angst, eifersucht und überforderung alles abdecken können und die einfach da sind, ob wir es wollen oder nicht.
und eigentlich finde ich, wir sollten viel öfter wollen, dass sie da sind. und wir sollten ihnen viel öfter und "in jeder beziehung" mehr raum geben. auch das verlangt eine gewisse form von mut. gefühle zu zeigen ist mutig, weil man dem anderen etwas anvertraut. und gefühle "zu empfangen" heißt mutig sein diese ehrlichkeit aufzunehmen und mit ehrlichkeit zu erwidern, d.h. sich auch seinen eigenen gefühlen dazu zu stellen. ich denke, dass das so wichtig ist, weil gerade die zur schau getragene "gefühllosigkeit" oft verwirrung verursacht, weil der andere für einen undurchsichtig bleibt. und auch wenn wir zu manchen menschen keine engen verknüpfungen haben, so sollte es doch auch unser ziel sein, dass die beziehung zu ihnen, sofern sie uns am herzen liegt, auch ihre maximale qualität erreicht. ich glaube gefühle sind es, die unseren beziehung ihre qualität verleihen. und ich glaube sind gefühle, die unsere beziehungen beleben, sie menschlich machen und ihnen "das gewisse etwas" einhauchen.
befühlt,
eure ag
why
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